Vereinsführung: Eure Öffentlichkeitsarbeit ist ECHT! ANDERS! beschissen!

Dass unsere Vereinsführung in Sachen Öffentlichkeitsarbeit und Faninteressen seit Jahren Nachholbedarf hat, ist sicherlich kein Geheimnis. Aktuell haben sich allerdings wieder zwei Themen aufgeschoben, die für großen Unmut innerhalb unserer Gruppe und weiten Teilen der restlichen Fanszene/Fangemeinde sorgen und zu denen wir nicht länger schweigen möchten.

Thema Nummer eins: Die Heimspiele unserer U23. Während es nahezu alle Verein der unteren Ligen geschafft haben, ein passendes Hygienekonzept für die kommenden Wochen zu erarbeiten und somit auch vor Zuschauern spielen können, sieht die Welt für unsere U23 ganz anders aus. Ganz gleich, wie wir als Gruppe zum etwaigen Besuch dieser Spiele stehen, gibt es einige Fans, die unsere Amateure regelmäßig unterstützen und dies auch in der aktuellen Situation tun würden. Nun mag es sicherlich Gründe dafür geben, dass die Heimspiele ohne jegliche Zuschauer stattfinden. Und genau hier setzt unser Hauptkritikpunkt ein: Was sind diese Gründe? Ja – die Infektionszahlen stiegen in den letzten Wochen wieder und es ist eigentlich gar nicht angemessen, zu diesem Thema Kritik zu üben. Dennoch: Vielleicht sind wir an dieser Stelle zu misstrauisch, aber den Inhalt der knappen Stellungnahme kaufen wir unserer Vereinsführung nicht ab. Wir möchten an dieser Stelle nicht fordern, die Heimspiele der U23 unbedingt vor Zuschauern auszutragen. Es gibt derzeit wichtigeres als den Besuch eines Fußballspieles. Was wir allerdings fordern, ist, dass unsere Vereinsführung für die Interessen seiner Fans einsteht und vor allem die Anhänger TRANSPARENT über die eigenen Entscheidungen aufklärt!

Thema Nummer zwei: Das begrenzte Zuschauerkontingent für die kommenden Heimspiele unserer ersten Mannschaft. Vor wenigen Tagen erschien ein Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung, in dem unser Präsident Jürgen Machmeier über die Zuschauerpläne für die ersten Heimspiele informierte. Man plane aktuell mit 460 Zuschauern, worunter „in erster Linie“ Sponsoren sein sollen. Nun gut, an Fußballromantik glauben sowieso nur noch die wenigsten und dass Sponsoren wichtiger für’s Business sind als die eigenen Fans, ist auch kein allzu großes Geheimnis. Auch an dieser Stelle geht es uns nicht darum, dass unsere Mitglieder gerne unter der 460 Zuschauern sein würden. Wir würden auch bei der zehnfachen Kapazität nicht als Gruppe auftreten. Es geht uns primär um die Aussage von Herrn Machmeier. Die Entscheidung, den VIPs Vorrang zu gewähren, wurde damit begründet, dass diese dem SVS in dieser schwierigen Phase die Treue gehalten haben. Und ganz ehrlich: Auch wir freuen uns, wenn keine Sponsoren abspringen. Aber, Herr Machmeier: Mit Ihrer Aussage bezüglich Treue haben Sie genau den Fans ordentlich auf die Füße getreten, die sich in einer Zeit ohne Corona Woche für Woche den Arsch für die Unterstützung dieses Vereines aufreißen. Es geht uns an dieser Stelle tatsächlich ganz alleine um die Formulierung. Warum sagt man nicht klipp und klar, dass die finanzielle Lage aktuell sehr stark von den Sponsoren abhängt? Fast jeder Fan dürfte dafür Verständnis aufbringen. Warum kann man nicht wenigstens die eigenen Fans über interne Kanäle so aufklären, sodass diese sich nicht komplett unbeachtet fühlen? Stattdessen schiebt man die Verantwortung in die Schuhe des Fanausschusses, der zwar etwas zu sagen hat, eine solche Entscheidung aber wohl niemals verändern könnte. Schließlich wurden ja auch die Forderungen bezüglich des Eintrittspreises komplett missachtet. Des Weiteren bemängeln wir auch an der späteren Information seitens unseres Vereins fehlende Transparenz. Warum liest man nirgendwo, wie viele Karten nun tatsächlich an die Fans gehen? Könnte es Kritik geben, wenn die Zahl veröffentlicht werden würde?

Das Spruchband am Zaun des Stadions und dieser Text sollen der Vereinsführung einen ordentlichen Denkanstoß geben. Dazu, wie wichtig einem die Interessen der eigenen Fans sind und wie sehr sie es verdienen, über Entscheidungen wahrheitsgemäß aufgeklärt zu werden. Ebenso sollte darüber nachgedacht werden, ob die Wortwahl an der einen oder anderen Stelle nicht doch ein paar Sekunden länger überdacht werden sollte. Ein guter Anfang könnte damit gemacht werden, über die zwei Themen rückwirkend angemessen zu informieren und genau das fordern wir auch abschließend!

Szene 1916

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