Monat: September 2019

Sv Sandhausen-Vfl Bochum

Nach vier Heimspielen an einem Freitagabend in Folge kam es am vergangenen Samstag zum ersten Mittagsspiel am heimischen Hardtwald in dieser Saison. So konnten wir uns stressfrei in großer Anzahl weit vor Anpfiff treffen und geschlossen den Block betreten. Langsam trudelten auch die ersten Bochumer ein, letztlich wurde der Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet von etwa 650 Fans unterstützt. Diese sahen von Beginn an einen engagierten Auftritt ihrer Mannschaft, während unsere Jungs nur selten etwas wirklich brauchbares auf den Rasen zaubern konnten. Zwar ging es noch torlos in die Halbzeitpause, doch in der 57. Minute konnte der VfL aus Bochum in Führung gehen. In Relation zur Leistung unserer Männer auf dem Rasen konnten wir bis zu diesem Zeitpunkt noch einen einigermaßen ordentlichen Auftritt auf den Rängen hinlegen. Zwar flachte der Support nach dem verdienten Rückstand noch etwas mehr ab, doch die Hoffnung auf den Ausgleich sorgte für einige positive Akzente aus dem Block A4. Etwas glücklich gelang dieser schließlich in der 88. Minute durch unseren Rückkehrer Aziz Bouhaddouz. Insgesamt ein Punkt, mit dem wir zufrieden sein müssen. Zumindest bis zur 88. Minute hätte auch der Gästeblock zufrieden sein können, wirklich viel war von den Bochumern allerdings nicht zu vernehmen. Es wurde zwar nahezu durchgehend supportet, der Auftritt wirkte aber – für uns – trotz der guten Leistung der Mannschaft auf dem Platz etwas träge. Positiv in Erinnerung wird uns allerdings der „Scheiß DFB“-Wechselgesang zu Beginn der Partie bleiben, der eine lächerliche Strafe seitens der Herren in Frankfurt für unseren Vereinspräsidenten als Hintergrund hatte. In den Farben getrennt, in der Sache vereint! Am kommenden Sonntag führt uns dann der Weg zum ersten von zwei Malen in dieser Saison nach Hamburg. Bis dann!

Karlsruher SC-SV Sandhausen

Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass wir mal mehrere Jahre höher als unser Nachbar aus Karlsruhe spielen würden? Vor elf Jahren beispielsweise schloss der KSC noch als Tabellenelfter seine Erstligasaison ab, während wir zu gleicher Zeit immerhin den Aufstieg in die dritte Liga feiern durften. Nachdem die Badner die letzten zwei Spielzeiten in der dritten Liga zu Werke gingen, kam es also am Freitagabend zum Wiedersehen. Aufgrund unserer Serie und den eher verhaltenen Leistungen des KSC in den letzten Wochen, konnten wir die kurze Reise mit breiter Brust antreten. So herrschte auf dem Weg in die Fächerstadt nicht nur im Szenebus große Hoffnung auf einen Auswärtssieg, sondern wohl auch in den übrigen drei Bussen und den PKWs. Im Gästeblock fanden sich letztendlich über 600 Sandhäuser ein, die zu Spielbeginn durch ein von uns (sehr kurzfristig) organisiertes kleines Fahnen-Intro optisch auf sich aufmerksam machen konnten. Etwas ungewohnt war es dann aber doch, in Karlsruhe hinter dem Tor zu stehen und vor Spielbeginn nicht mehr gefühlt 200 Treppenstufen erklimmen zu müssen. Auch wenn der alte Gästeblock sicherlich seinen Flair hatte, hat man als Gästefan jetzt schon bessere Möglichkeiten und auch einen deutlich besseren Blick aufs Geschehen auf dem Rasen. Auf diesem sahen wir in der ersten Halbzeit eine gute Leistung unserer Mannschaft, der es aber an der letzten Konsequenz fehlte. So kam es dann, dass der KSC nach Wiederanpfiff in der 57. Minute nahezu aus dem Nichts in Führung ging. Schon vorher kamen gegenüber von uns vereinzelt Bengalos und Blinker zum Einsatz. Vom Führungstreffer beflügelt, erleuchtete der neue Standort des Karlsruher Anhangs hinter dem Tor nun alle paar Minuten. Sicherlich eine gelungene Abwechslung zu  den bis auf den Punkt durchstrukturierten Pyro-Shows der heutigen Zeit. In welcher Form einem dieses Stilmittel nun besser gefällt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Während man in Karlsruhe mit dem eigenen Support am Freitagabend wohl gänzlich zufrieden sein könnte, müssen wir für uns festhalten, nicht das Optimum aus dem dagewesenen Potential herausgeholt zu haben. Zwar legten wir optisch einen für uns sehr ordentlichen Auftritt hin und konnten sicherlich auch akustisch den ein oder anderen Akzent setzen, aber insgesamt wäre da mehr drin gewesen. Da unsere Jungs nach dem Gegentreffer gänzlich den Faden verloren haben, war im Block gegen Ende dann leider komplett die Luft raus. Eigentlich schade, wo unser Sportverein doch bisher eine sehr starke Saison spielt… Ohne erwähnenswerte Vorfälle ging es danach zügig zurück ins etwa 50 Kilometer entfernte Sandhausen.

SV Sandhausen-SV Darmstadt 98

Nach zwei Siegen zuvor empfingen wir am Freitagabend den SV Darmstadt im heimischen Hardtwaldstadion. Die Lilien kamen nach zuletzt eher mäßigen Leistungen mit etwas weniger Rückenwind nach Sandhausen. Dennoch fanden sich knapp 3000 Darmstädter im Gästebereich ein und legten von Beginn an einen recht ordentlichen Auftritt hin. Doch auch wir erwischten nach unterdurchschnittlichen Leistungen auf den Rängen gegen Nürnberg und in Heidenheim wieder einen besseren Tag. Vor dem Beginn des Spiels hatten wir einen zentralen Bereich im Block markiert, in dem sich alle einfinden sollten, die Bock auf 90 Minuten Support haben. Der Aufruf fand für unsere Verhältnisse einen recht großen Anklang und so konnten supporttechnisch einige Kräfte gebündelt werden. Nach etwas Glück in der Anfangsphase kam unsere Mannschaft mit der Zeit immer besser in’s Spiel. Unsere Jungs konnten sich aber dennoch keine Überlegenheit gegen gut aufgelegte Darmstädter erspielen. Dies sollte sich kurz nach Wiederanpfiff in den zweiten Durchgang ändern, als Erik Zenga in der 47. Minute stark zum 1:0 einnetzte. Bei einem Blick in den Gästeblock war schon gegen Ende der Halbzeitpause eine bevorstehende Pyro-Aktion ersichtlich. Warum diese nicht direkt zu Beginn der zweiten Hälfte durchgeführt wurde, können wir schwer beurteilen, der Zeitpunkt direkt nach dem Gegentreffer war dann aber doch etwas unpassend. Schön anzusehen war der blaue Rauch aber allemal. Während in den zweiten 45 Minuten die Stimmung auf den Rängen etwas zu unseren Gunsten umschwenkte, konnten unsere Jungs durch eine ausgewogene Mischung aus defensiver Stabilität und schnellen Kontern die Führung recht souverän über die Bühne bringen. Somit stand für uns der dritte Sieg in Folge zu Buche und wir fanden uns plötzlich auf dem zweiten Tabellenplatz wieder, auch wenn dieser auf keinen Fall überbewertet werden sollte. Dennoch ist hier jedem bewusst, dass der Auftakt in diese Saison eine sehr gute Grundlage für eine erfolgreiche Runde sein kann. Nun sind auch wir gefordert, die starke Leistung der Jungs auf den Rängen zu belohnen und sie weiter zu pushen. Deshalb: Alle nach der Länderspielpause zum Auswärtsspiel nach Karlsruhe!

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