Sv Sandhausen-Vfl Bochum

Nach vier Heimspielen an einem Freitagabend in Folge kam es am vergangenen Samstag zum ersten Mittagsspiel am heimischen Hardtwald in dieser Saison. So konnten wir uns stressfrei in großer Anzahl weit vor Anpfiff treffen und geschlossen den Block betreten. Langsam trudelten auch die ersten Bochumer ein, letztlich wurde der Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet von etwa 650 Fans unterstützt. Diese sahen von Beginn an einen engagierten Auftritt ihrer Mannschaft, während unsere Jungs nur selten etwas wirklich brauchbares auf den Rasen zaubern konnten. Zwar ging es noch torlos in die Halbzeitpause, doch in der 57. Minute konnte der VfL aus Bochum in Führung gehen. In Relation zur Leistung unserer Männer auf dem Rasen konnten wir bis zu diesem Zeitpunkt noch einen einigermaßen ordentlichen Auftritt auf den Rängen hinlegen. Zwar flachte der Support nach dem verdienten Rückstand noch etwas mehr ab, doch die Hoffnung auf den Ausgleich sorgte für einige positive Akzente aus dem Block A4. Etwas glücklich gelang dieser schließlich in der 88. Minute durch unseren Rückkehrer Aziz Bouhaddouz. Insgesamt ein Punkt, mit dem wir zufrieden sein müssen. Zumindest bis zur 88. Minute hätte auch der Gästeblock zufrieden sein können, wirklich viel war von den Bochumern allerdings nicht zu vernehmen. Es wurde zwar nahezu durchgehend supportet, der Auftritt wirkte aber – für uns – trotz der guten Leistung der Mannschaft auf dem Platz etwas träge. Positiv in Erinnerung wird uns allerdings der „Scheiß DFB“-Wechselgesang zu Beginn der Partie bleiben, der eine lächerliche Strafe seitens der Herren in Frankfurt für unseren Vereinspräsidenten als Hintergrund hatte. In den Farben getrennt, in der Sache vereint! Am kommenden Sonntag führt uns dann der Weg zum ersten von zwei Malen in dieser Saison nach Hamburg. Bis dann!

Karlsruher SC-SV Sandhausen

Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass wir mal mehrere Jahre höher als unser Nachbar aus Karlsruhe spielen würden? Vor elf Jahren beispielsweise schloss der KSC noch als Tabellenelfter seine Erstligasaison ab, während wir zu gleicher Zeit immerhin den Aufstieg in die dritte Liga feiern durften. Nachdem die Badner die letzten zwei Spielzeiten in der dritten Liga zu Werke gingen, kam es also am Freitagabend zum Wiedersehen. Aufgrund unserer Serie und den eher verhaltenen Leistungen des KSC in den letzten Wochen, konnten wir die kurze Reise mit breiter Brust antreten. So herrschte auf dem Weg in die Fächerstadt nicht nur im Szenebus große Hoffnung auf einen Auswärtssieg, sondern wohl auch in den übrigen drei Bussen und den PKWs. Im Gästeblock fanden sich letztendlich über 600 Sandhäuser ein, die zu Spielbeginn durch ein von uns (sehr kurzfristig) organisiertes kleines Fahnen-Intro optisch auf sich aufmerksam machen konnten. Etwas ungewohnt war es dann aber doch, in Karlsruhe hinter dem Tor zu stehen und vor Spielbeginn nicht mehr gefühlt 200 Treppenstufen erklimmen zu müssen. Auch wenn der alte Gästeblock sicherlich seinen Flair hatte, hat man als Gästefan jetzt schon bessere Möglichkeiten und auch einen deutlich besseren Blick aufs Geschehen auf dem Rasen. Auf diesem sahen wir in der ersten Halbzeit eine gute Leistung unserer Mannschaft, der es aber an der letzten Konsequenz fehlte. So kam es dann, dass der KSC nach Wiederanpfiff in der 57. Minute nahezu aus dem Nichts in Führung ging. Schon vorher kamen gegenüber von uns vereinzelt Bengalos und Blinker zum Einsatz. Vom Führungstreffer beflügelt, erleuchtete der neue Standort des Karlsruher Anhangs hinter dem Tor nun alle paar Minuten. Sicherlich eine gelungene Abwechslung zu  den bis auf den Punkt durchstrukturierten Pyro-Shows der heutigen Zeit. In welcher Form einem dieses Stilmittel nun besser gefällt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Während man in Karlsruhe mit dem eigenen Support am Freitagabend wohl gänzlich zufrieden sein könnte, müssen wir für uns festhalten, nicht das Optimum aus dem dagewesenen Potential herausgeholt zu haben. Zwar legten wir optisch einen für uns sehr ordentlichen Auftritt hin und konnten sicherlich auch akustisch den ein oder anderen Akzent setzen, aber insgesamt wäre da mehr drin gewesen. Da unsere Jungs nach dem Gegentreffer gänzlich den Faden verloren haben, war im Block gegen Ende dann leider komplett die Luft raus. Eigentlich schade, wo unser Sportverein doch bisher eine sehr starke Saison spielt… Ohne erwähnenswerte Vorfälle ging es danach zügig zurück ins etwa 50 Kilometer entfernte Sandhausen.

SV Sandhausen-SV Darmstadt 98

Nach zwei Siegen zuvor empfingen wir am Freitagabend den SV Darmstadt im heimischen Hardtwaldstadion. Die Lilien kamen nach zuletzt eher mäßigen Leistungen mit etwas weniger Rückenwind nach Sandhausen. Dennoch fanden sich knapp 3000 Darmstädter im Gästebereich ein und legten von Beginn an einen recht ordentlichen Auftritt hin. Doch auch wir erwischten nach unterdurchschnittlichen Leistungen auf den Rängen gegen Nürnberg und in Heidenheim wieder einen besseren Tag. Vor dem Beginn des Spiels hatten wir einen zentralen Bereich im Block markiert, in dem sich alle einfinden sollten, die Bock auf 90 Minuten Support haben. Der Aufruf fand für unsere Verhältnisse einen recht großen Anklang und so konnten supporttechnisch einige Kräfte gebündelt werden. Nach etwas Glück in der Anfangsphase kam unsere Mannschaft mit der Zeit immer besser in’s Spiel. Unsere Jungs konnten sich aber dennoch keine Überlegenheit gegen gut aufgelegte Darmstädter erspielen. Dies sollte sich kurz nach Wiederanpfiff in den zweiten Durchgang ändern, als Erik Zenga in der 47. Minute stark zum 1:0 einnetzte. Bei einem Blick in den Gästeblock war schon gegen Ende der Halbzeitpause eine bevorstehende Pyro-Aktion ersichtlich. Warum diese nicht direkt zu Beginn der zweiten Hälfte durchgeführt wurde, können wir schwer beurteilen, der Zeitpunkt direkt nach dem Gegentreffer war dann aber doch etwas unpassend. Schön anzusehen war der blaue Rauch aber allemal. Während in den zweiten 45 Minuten die Stimmung auf den Rängen etwas zu unseren Gunsten umschwenkte, konnten unsere Jungs durch eine ausgewogene Mischung aus defensiver Stabilität und schnellen Kontern die Führung recht souverän über die Bühne bringen. Somit stand für uns der dritte Sieg in Folge zu Buche und wir fanden uns plötzlich auf dem zweiten Tabellenplatz wieder, auch wenn dieser auf keinen Fall überbewertet werden sollte. Dennoch ist hier jedem bewusst, dass der Auftakt in diese Saison eine sehr gute Grundlage für eine erfolgreiche Runde sein kann. Nun sind auch wir gefordert, die starke Leistung der Jungs auf den Rängen zu belohnen und sie weiter zu pushen. Deshalb: Alle nach der Länderspielpause zum Auswärtsspiel nach Karlsruhe!

1. FC Heidenheim-SV Sandhausen

Nach drei Heimspielen in Folge, durften wir am Sonntag endlich mal wieder etwas Autobahn genießen. Allzu viele Kilometer mussten allerdings nicht abgespult werden, da uns der Weg auf die Ostalb nach Heidenheim führte. Mit einem Szenebus machten wir uns in den Morgenstunden auf und erreichten Heidenheim trotz eines Staus mehr als rechtzeitig. Wir waren selbst etwas überrascht, diese Saison keine lästige Begleitung der Staatsmacht über uns ergehen lassen zu müssen und konnten unbeirrt durch die Stadt fahren. Letztendlich nebensächlich, da die Heimfans aufgrund der Choreovorbereitung sowieso schon im Stadion waren. Diese blieb diesmal ohne Rechtschreibfehler (Chapeau!) und feierte das fünfjährige Bestehen der Gruppe Unitas Aquileiae. Die Stimmung auf der Osttribüne bleib dennoch von Anfang an ziemlich verhalten. Allerdings müssen wir uns an dieser Stelle auch eingestehen, dass auch wir einen schwachen Tag erwischten. Zwar musste auch der Kern im Vergleich zu den letzten (starken) Auftritten auf der Ostalb ein paar wenige urlaubsbedingte Abstriche machen, doch vor allem das geringe Interesse bei vielen weiteren SV Fans an diesem Spiel war durchaus etwas erschreckend. So wurde fast nur von den ersten drei Reihen am Wellenbrecher vor dem Capo-Podest supportet. Das Spiel passte sich lange Zeit an die Stimmung auf den Rängen an und so ging es torlos in die Pause. Durch einen Doppelschlag in der 60. und 63. Minute konnten unsere Jungs in Führung gehen und diese gar direkt ausbauen. Zwar steigerte sich dadurch auch die Laune im Block, die Stimmung blieb aber dennoch den letzten Auftritten etwas schuldig. Aufgrund eines cleveren Verhaltens unserer Mannschaft konnte sie das 0:2 über die Zeit bringen und ließ sich nach 13 sieglosen Jahren anschließend für den zweiten Auswärtssieg in Heidenheim binnen vier Monate feiern. Ohne weitere Vorkommnisse rund um Heidenheim, aber diesmal lange Zeit mit Kastenwägen im Schlepptau, ging es wieder zurück nach Sandhausen. Für etwas Action sorgte dann aber unser Bus, dessen Batterie nach einer Rast plötzlich ihren Geist aufzugeben schien. Zu einer professionellen Auswärtsfahrt gehört dann halt auch mal, dass einige Mitfahrer den Bus anschieben müssen um diesen wieder anspringen zu lassen. Mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen können wir mehr als zufrieden sein und sind uns ziemlich sicher, dass in den nächsten Wochen einige Zähler dazukommen werden. Die Punkte acht, neun und zehn könnten direkt am Freitag gegen Darmstadt folgen! Bis dann.

SV Sandhausen-1. FC Nürnberg

Zum dritten Freitagabend-Heimspiel in Folge empfingen wir den Bundesligaabsteiger aus Nürnberg. Nach dem starken Auftritt im Pokal gegen Mönchengladbach und den eher verhaltenen letzten Leistungen des Clubs war die Hoffnung auf den ersten Sieg in dieser Saison groß. Zum ersten Mal in dieser Runde gibt es nichts bedeutendes zu den Stunden vor dem Spiel zu berichten und so kommen wir direkt zu den 90 Minuten. Unsere Mannschaft startete wieder einmal sehr gut in die Partie und konnte endlich auch mal die Chancen ausreichend verwerten. So lagen wir gegen unterlegene Franken schon nach etwas mehr als einer halben Stunde mit 2:0 in Führung. Sau geil! Auf den Rängen sah das Duell bis zu diesem Zeitpunkt etwas anders aus: Wir konnten leider überhaupt nicht an die starken Auftritte der letzten Wochen gegen Osnabrück und Gladbach anknüpfen und so waren die Gästefans, die von Freunden aus Wien, Gelsenkirchen und Göteborg unterstütz wurden, wohl tonangebend. Da sich die gute Laune dann ziemlich zu unsere Gunsten verschob, drehte sich das Blatt in den kommenden Minuten. Der Club bewies allerdings Moral und kam in der 70. Minute zum 2:2 Ausgleich, weshalb der Gästeblock wieder klar die Oberhand erlangte. Dies sollte sich aber erneut ändern, als unsere Jungs in der 89. Minute wieder in Führung gingen und uns in Ekstase versetzten. Endlich konnte sich unsere Mannschaft für einen starken Auftritt gegen einen eigentlich hochkarätigen Gegner belohnen und ließ sich dafür völlig zurecht nach Abpfiff feiern. Mit diesem Selbstvertrauen im Gepäck reisen wir am kommenden Sonntag auf die Ostalb. Wie geil wäre es denn, nach zuvor 13 Jahren ohne Sieg direkt zwei Mal in 4 Monaten in Heidenheim zu gewinnen? Bis Sonntag!

 

SV Sandhausen-Borussia Mönchengladbach

Mal wieder bekamen wir im Pokal nicht den Wunschgegner aus dem Kraichgau zugelost, dafür sollte der Europa-League-Teilnehmer aus Mönchengladbach im geliebten Hardtwaldstadion gastieren. Ungeachtet der klaren Außenseiterrolle freuten wir uns sehr auf diesen überaus attraktiven Gegner. Bereits drei Stunden vor (geplantem) Spielbeginn waren mehrere Vertreter unserer Gruppe im Stadion um die Choreographie entsprechend herzurichten. Allerdings sollte es bei besagten drei Stunden nicht bleiben, da das drohende Gewitter samt Starkregen ausgerechnet um kurz nach 20 Uhr über Sandhausen halt machte. Ein paar bedrohlich nahe Blitzeinschläge und Party-Hits über die Stadionlautsprecher später konnte die Partie schließlich mit über 45 Minuten Verspätung angepfiffen werden. Zum Glück ließ auch der Wind wieder etwas nach, sodass wir unsere Choreo ohne negative äußere Einflüsse durchführen konnten. So erstreckten sich insgesamt fünf schwarz und weiß gestreifte Blockfahnen über den A4, das thematisch passende Spruchband („Schwarz und Weiß für die Ewigkeit“) und die Taschenuhr mit den Buchstaben für „Sportverein“ statt der entsprechenden Uhrzeiten komplettierten die Aktion. Leider wurden die verschiedenen, aufgrund der Bauträger im Block benötigten, Blockfahnen nicht synchron genug hochgezogen, weshalb das Gesamtbild etwas verzogen wurde. Die Motivation der Fans im A4 wurde dadurch aber überhaupt nicht gehemmt und wir starteten mit einem für den Rahmen angemessen und für unsere Verhältnisse starken Support in die Partie. Dies fiel uns auch aber auch nicht allzu schwer, denn die Jungs auf dem Platz überzeugten ab der ersten Sekunde und nahmen direkt das Heft in die Hand. Leider konnte die Borussia allerdings zu diesem Zeitpunkt durchaus unerwartet in der 19. Minute in Führung gehen. Trotz eines ordentlichen Power-Plays unseres Teams vor der Halbzeitpause, ging es mit 0:1 in die Kabine. Zu Beginn des zweiten Durchganges machte der Gladbacher Anhang durch eine starke Pyro-Show unter dem Motto „Betretungsverbote abfackeln“ auf sich aufmerksam. Zur Erklärung: wenige Tage vor dem Spiel erhielten einige Fans der Fohlen Post von der Gemeinde Sandhausen. In diesem Schreiben hieß es, dass gegen die entsprechende Person aufgrund früherer Auffälligkeiten in Verbindung mit Fußballspielen ein Betretungsverbot für unser Dorf ausgesprochen wurde. Da Fußballfans heutzutage sehr schnell in eine Datei der Staatsmacht reinrutschen können (getreu dem Motto „zur falschen Zeit am falschen Ort“), sind solche Verbote in vielen Fällen sehr kritisch zu hinterfragen. Neben der Pyroshow konnten sich die Fans im Gästebereich aber nur sehr selten gegenüber vieler Gästeauftritte anderer Zweitligisten im HWS auszeichnen. Uns kann‘s recht gewesen sein und so gaben wir weiter alles, um die Mannschaft in Durchgang zwei zum Ausgleich zu treiben. Die Jungs spielten sogar noch etwas stärker als in der ersten Halbzeit und kamen zu einigen guten Chancen, doch am Ende war die Qualität des gegnerischen Torhüters Yann Sommer zu groß und es blieb leider beim 0:1. Die Hoffnung auf die Überraschung und den Einzug in die zweite Runde war zwar kaputt, dennoch konnten wir mehr als nur zufrieden mit diesem Pokalabend sein. Für die sehr starke Leistung gegen ein Topteam der Bundesliga holte sich die Mannschaft völlig zurecht nach Abpfiff viel Beifall ab. Vielleicht platzt ja im nächsten Ligaspiel der Knoten, wenn es zum dritten Freitagsspiel nacheinander im Hardtwaldstadion gegen den Club aus Nürnberg geht. Bis dann!

SV Sandhausen-VfL Osnabrück

Nach dem Punktgewinn im Auftaktspiel in Kiel stand am Freitagabend das erste Heimspiel der Saison an. Für den Gast aus Osnabrück sollte es das erste Auswärtsspiel in der zweiten Liga seit 8 Jahren sein. Pünktlich im Stadion, erblickte unser neues Heimbanner zum ersten Mal das wunderschöne Hardtwaldstadion. Während das Logo der Szene 1916 die zwei Worthälften „SAND“ und „HAUSEN“ trennt, werden die Buchstaben von der “Skyline“ untermalt. Aber damit nicht genug: Da das das neue große Heimbanner seinen Platz am Zaun des A4 findet, rückt an die Stelle des bisherigen Szenebanners ein neues Graffiti-Banner mit dem Gründungsjahr und Camouflage-Hintergrund an den Wellenbrecher vor dem Capo-Podest. Des Weiteren wurden neben dem Anbringen der zwei neuen Banner vor dem Spiel auch Choreospenden gesammelt (bereits jetzt schonmal vielen Dank an jeden, der sich durch Spenden beteiligt hat!) und die neuen „1916“-Shirts unter dem A4 verkauft. Schön zu sehen, wie viele Fans bereits jetzt den Weg mit neuem Shirt in die Stehblöcke fanden. Nach dem Einlaufen der beiden Mannschaften wurde das erste Heimspiel mit einem Chaos-Intro im A4 eröffnet. So gaben Wurfrollen, Konfetti, Doppelhalter und Fahnen ein gelungenes Bild ab. Sicherlich war auch diese Aktion ein Grund für die sehr ordentliche Stimmung zu Beginn des Spieles. Weniger stark starteten unsere Jungs auf dem Platz, doch sie konnten sich nach überstandener Anfangsphase in die Partie kämpfen. Leider wurden sämtliche Chancen – teils kläglich – vergeben und so ging es torlos in die Kabine. Der Osnabrücker Anhang erwischte einen guten Start in die Partie und konnte in der ersten Phase des Öfteren auf sich aufmerksam machen. Leider blieb eine Aktion zu Beginn des Spieles aber aus und auch der Support verflachte mit fortschreitender Spieldauer. Nachdem Förster in der 70. Minute lediglich den Pfosten traf, verlor unsere Mannschaft zunehmend den Faden. Die Konsequenz folgte wenig später in Form des Führungstreffers für die Gäste. Während die etwa 500 Fans in lila und weiß feierten, versuchten wir die Mannschaft wenigstens zum Ausgleichstreffer zu pushen, doch vergeblich. Nach Abpfiff erfuhren einige individuell – der Fanszene angehörigen – Anhänger aus Niedersachsen, dass man sich auch in Sandhausen nicht mehr alles erlauben sollte. Letztendlich halb so wild, was zählt ist der Blick auf’s Sportliche: Alles in Allem stehen wir nun mit nur einem Punkt aus zwei Spielen nicht gerade optimal da, einen ähnlich schwachen Auftakt wie in der letzten Saison gilt es auf jeden Fall zu vermeiden. Viele gute Ansätze lassen aber auf erfolgreichere kommende Wochen hoffen. Vielleicht gelingt uns ja schon nächsten Freitag der erste richtige Erfolg in dieser Saison, wenn es zum Pokalduell mit dem Hammerlos Borussia Mönchengladbach kommt…? Bis dann!

Holstein Kiel-SV Sandhausen

Nach 2.5 Monaten sollte es am vergangenen Samstag endlich wieder los gehen! Zum Saisonauftakt führte uns der Weg – wie schon vor 2 Jahren – nach Kiel. Mit knapp 700 Kilometer Strecke erwartete uns zu Beginn direkt das weiteste Auswärtsspiel. Zwar war die Vorfreude auf die neue Saison riesig und wurde mit einer ordentlichen Portion Hoffnung auf eine erfolgreichere Spielzeit untermalt, die Anzahl an Auswärtsfahrern ließ dennoch leider zu wünschen übrig. So machten wir uns in aller Frühe mit einem Bus auf den Weg in den hohen Norden. Während beim einen oder anderen die Vorfreude durch ausgelassene Stimmung direkt zum Ausdruck kam, waren in den Morgenstunden auch noch ein paar geschlossene Augenpaare im Bus zu entdecken. Doch nur wenige Stunden später sollte die positive Laune schließlich bei jedem Fahrgast ankommen. Diese erfuhr allerdings rund um Hannover einen ersten harten Dämpfer: Stau. Ein kurzer Blick auf Google Maps offenbarte weitere Staus auf den nächsten etwa 200 Kilometern. So wurde uns im Laufe des Mittags schnell klar, dass wir nicht rechtzeitig zum Holstein-Stadion gelangen würden. Pünktlich um 15:30 Uhr wurde das Datenvolumen einer unserer Jungs auf die Probe gestellt und Sky Go geöffnet. Obwohl aufgrund der Situation alle ziemlich angepasst waren, schallten der Jubel und anschließende Gesänge nach dem frühen Führungstreffer in der vierten Spielminute lauthals durch den Bus. Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch etwa 30 Kilometer vom Stadion entfernt. Pünktlich mit etwa 43 Minuten Verspätung erreichten wir den Gästeblock, sodass wir sogar noch die letzte Minute der Nachspielzeit des ersten Durchganges im Auswärtsblock gucken konnten. Geil! Passend zur geringen Anzahl an mitgereisten Fans, begleitete uns auch nur wenig Material nach Schleswig-Holstein, wodurch dieses ohne Probleme in der Halbzeitpause an den Zaun angebracht werden konnte. Obwohl der weiterhin vorherrschenden schlechten Laune bei uns, entschlossen wir uns dazu, mit den uns geringen zur Verfügung stehenden Mitteln in Halbzeit zwei Vollgas zu geben. Durch ununterbrochen Fahneneinsatz und ein paar Gesangseinlagen konnten wir wenigstens etwas auf uns aufmerksam machen. Die Aktiven, die da waren, haben jedenfalls alles gegeben. Mehr konnten wir als Gruppe in diesem Spiel nicht beeinflussen. Die gute Laune des Vormittags kam jedenfalls langsam aber sicher zurück. Wie das an einem solchen Tag dann aber halt leider ist, sieht man das einzige eigene Tor nur im Bus und muss sich nach mehreren vergebenen Chancen unserer Jungs den Ausgleich der Störche im Stadion ansehen. Am Ende können wir froh sein, dass unser Team immerhin einen Punkt erobern konnte. Ohne weitere erwähnenswerte Vorkommnisse saßen wir auch schon wieder im Bus. Den hatten wir natürlich in der letzten Stunde schon etwas vermisst. Schnell waren wir wieder aus Kiel draußen und auch schon an Hamburg vorbei. Während später das Rot am Horizont langsam immer mehr an Farbe verlor, gab sich die eine Hälfte des Busses mit Musik über In-Ears und Lektüre über polnische Ultras zufrieden. Überraschte Blicke wurden zu dieser Zeit dann der anderen Hälfte des Busses gewidmet, als ihnen plötzlich eine Mischung aus Klassikern der 80er und Malle-Hits entgegen schallten. Wie auch immer erreichten wir letztendlich todmüde um kurz nach 02:00 Uhr unser geliebtes Dorf. Obwohl wir nun insgesamt 19 Stunden (abzüglich Pausen) im Bus verbrachten um 45 Minuten Fußball im Stadion zu genießen, war es doch letztendlich mal wieder eine coole Fahrt, die durchaus Bock auf die neue Runde macht. Unter der Woche muss nun noch das ein oder andere Projekt der Sommerpause in den letzten Zügen vollendet werden, ehe wir am Freitagabend den Aufsteiger aus Osnabrück im Hardtwaldstadion begrüßen dürfen.

Auf diesem Wege bereits der Aufruf: am Freitag alle in weiß ins Stadion!

Bis dann.

Alle in Weiß


++ Am Freitag gegen Osnabrück alle in weiß ins Hardtwaldstadion ++

Passend zu diesem Motto verkaufen wir unter dem A4 die letzten Exemplare der neuen 1916 Shirts. Kosten: 15€, wovon ein Teil des Erlöses an einen gemeinnützigen Zweck gespendet wird. Neubestellungen folgen in den nächsten Wochen.

Weiterhin kann es nur gemeinsam gehen!

 

SSV Jahn Regensburg-SV Sandhausen

„Scheiße Mann, ich hab kein Bock auf Relegation“. Trotz der Serie zuvor mit acht Spielen ohne Niederlage, wurde es für uns nach der Niederlage gegen Bielefeld nochmal richtig eng: 2 Punkte und ein leicht besseres Torverhältnis trennten uns vom Verfolger aus der Audistadt. Also: Zittern angesagt. Schon vor Wochen stand für uns fest, mit dem Umfeld einen eigenen Bus für dieses hoffentlich letzte Auswärtsspiel nach Regensburg zu organisieren. Die erste beschissene Nachricht gab es dann schon vor Abfahrt: SKBs am Bustreffpunkt. Der ein oder andere war zwar noch davon überzeugt, dass selbst unsere Zivilpolizisten sonntags etwas besseres zu tun hätten, als stundenlang einen Bus zu verfolgen. Doch leider kam es genau so. Ausgerechnet kurz vor der Raststätte, für die wir den Treffpunkt mit rund 30 Freunden aus Aalen ausgemacht hatten, verloren die Insassen des schicken „Benzer“ uns für einen Moment aus den Augen und verpassten die Ausfahrt. An sich tendenziell schon extrem peinlich. Kurz darauf wurden wir dann allerdings von mehreren Kastenwägen auf der Autobahn empfangen. Man könnte meinen, die Polizei möchte, dass wir uns langsam aber sicher immer etwas wichtiger fühlen. Viel zu früh erreichten wir so in Begleitung den Gästeparkplatz, auf dem dann noch das ein oder andere Bier verköstigt werden sollte. Der direkt am Parkplatz vorbeischlendernde Mob der Ultras Regensburg sorgte immerhin kurzzeitig für etwas Unterhaltung, aber irgendwie sehen die auf Bildern immer besser aus… Etwa eine Stunde vor Spielbeginn konnten wir dann endlich in den Gästeblock, in dem sich immerhin über 500 Fans aus der Kurpfalz einfanden. Schnell war klar: heute wird’s heiß im Block. So wurde „1,2,3 – oberkörperfrei“ kurzerhand zum Motto in den ersten Reihen ausgerufen. Ähnlich heiß starteten unsere Jungs auf dem Platz in die Partie und konnten schon nach fünf Minuten in Führung gehen. Die Glücksgefühle steigerten sich noch, als die Nachricht über die Führung der Heidenheimer auf den Handys aufblitzte. Auf unseren Oberkörpern eine Mischung aus viel zu viel Schweiß und verschütteten Bier, ging es mit einem (schmeichelhaften) 1:1 in die Pause. Die Pause kam also auch für uns Fans ganz gut gelegen… Der Regensburger Anhang war zwar akustisch nicht zu vernehmen, doch die starke Mitmachquote hinter dem Tor ließ auf eine dennoch sehr ordentliche Stimmung schließen. Nach den ersten 45 Minuten lag Ingolstadt gar mit 2:0 hinten, doch für allzu viel Freude war es noch zu früh. 30 Minuten nach Wiederanpfiff lagen wir hinten und Ingolstadt konnte ausgleichen. Fuck, so eng muss es doch echt nicht mehr werden… Wir versuchten alles, um die Mannschaft zum Ausgleich zu treiben. Kurz nach der erneuten Führung von Heidenheim gelang es unseren Jungs zum Glück auch. Kurz tief durchatmen und dann in den Eskalations-Modus übergehen. Die Mannschaft ließ sich nach Abpfiff absolut verdient feiern – eine unglaubliche Ausbeute von 21 Punkten aus den letzten zehn Spielen sollte letztendlich für den Klassenerhalt sorgen. Im Nachhinein wurde die Feierei mit dem Team etwas durch den Anblick des Gegners getrübt: trotz des aktuelleren Anlasses unsererseits, blieb die Regensburger Mannschaft deutlich länger bei ihren Fans als unsere Jungs. Dafür ließen sich unsere Männer aber noch am späten Abend bei Erreichen der Heimat feiern. Nachdem sich die Abfahrt unseres Busses aus Regensburg ziemlich verzögerte, erreichten wir die geliebte Heimat erst wenige Minuten vor der Mannschaft. Hunderte weitere Fans waren aber schon länger in Sandhausen und warteten sehnsüchtig auf unsere Helden der Rückrunde. Schnell wurden noch ein paar Bengalos organisiert und so wurde noch lange vor dem Stadion gefeiert. Seit dem ersten Erwähnen des Mottos im Bericht zum Heimspiel gegen Fürth kurz vor Weihnachten, habe ich mich darauf gefreut, endlich am Ende des Berichts schreiben zu können: Wir haben es gemeinsam unten raus geschafft. Es geht eben nur gemeinsam. Bis Juli.