Monat: Oktober 2019

SSV Jahn Regensburg- SV Sandhausen

Wie gerne erinnert man sich als Sandhäuser an unseren letzten Besuch in Regensburg. Letzter Spieltag, den Klassenerhalt in einer spannender Konstellation gesichert und wohl einen unserer besten Auftritte in einem Gästeblock der letzten Jahre gehabt. Am 10. Spieltag dieser Saison sah das leider schon wieder ganz anders aus. Die Kartenverkäufe vor dem Spiel ließen darauf schließen, dass wohl höchstens 100 Sandhäuser den Weg nach Bayern finden würden. An einem Samstag wohlgemerkt… Das allgemein geringe Interesse an diesem Auswärtsspiel in Kombination mit einer leider unterdurchschnittlichen Mitfahrquote der Hauptgruppe und unseres Umfelds sorgten für einen eher peinlichen Auftritt. Extrem schade, dass vor etwa fünf Monaten noch das Sechsfache an Sandhäusern in die Domstadt reiste. Unser kleiner Haufen positionierte sich geschlossen direkt unter dem Dach, um wenigstens diesen Vorteil ein bisschen mitzunehmen. Durchgehender Fahnen- und Doppelhaltereinsatz und dann doch auch relativ viele Gesangseinlagen sorgten wenigstens für ein bisschen gute Laune. Die Jungs auf dem Rasen taten dafür nämlich auch nicht allzu viel. Ein völlig trostloses Spiel ging mit 0:0 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel waren wir dem Führungstreffer eine Zeit lang ziemlich nah, ehe der SSV in der 58. zum 1:0 einnetzte. Für dennoch gute Laune sorgte die plötzliche Idee, sich mit Dale Cavese einfach ein bisschen selbst zu feiern, auch, wenn es heute nur wenige Gründe dafür gab. Außer in den letzten Minuten verlor unsere Mannschaft nach dem Gegentor wieder den Faden und musste sich schließlich geschlagen geben. Dass der Frust über diese (und auch vergangene) Leistung bei der Mannschaft nur auf sehr geringes Verständnis stieß, ließ den ein oder anderen kopfschüttelnd zurück. Noch etwas zur Gegenseite: Vor dem Spiel wurden wir Zeuge einer Choreo über drei Tribünen anlässlich des 130. Geburtstag des SSV Jahn Regensburg (damals noch als 1. Athleten-Club Regensburg, ehe 1907 die Fußballabteilung folgte). Zwar sorgten einzelne Lücken für mehrere kleine Schönheitsfehler, insgesamt kann man diese Aktion aber als durchaus gelungen bewerten. Den Schwung der Anfangsminuten konnte die Hans Jakob Tribüne allerdings nur sehr bedingt mitnehmen und so passte sich auch der Heimsupport dem niedrigen Spielniveau an. Dazu wird man wohl auch im Bericht der Ultras Regensburg nichts gegensätzliches lesen… Um uns nicht direkt wieder im Abstiegskampf wiederzufinden, müssen wir in den nächsten Wochen alles für eine Trendwende geben. Die erste Chance dafür gibt es am kommenden Montag (Scheiß DFB & DFL!) gegen den wieder etwas erstarkten Sportverein aus Wehen. Ein Sieg ist Pflicht! Bis dann!

SV Sandhausen-FC Erzgebirge Aue

Am vergangenen Samstag empfingen wir Erzgebirge Aue. Die zuletzt eher enttäuschende Leistungen unserer Jungs und mehrere starke Auftritte der Sachsen, stimmten uns nicht unbedingt euphorisch für diese Partie. Und es sollte auch direkt ziemlich beschissen beginnen: unsere Gäste gingen bereits in der fünften Minute in Führung. Die frühe Führung war selbstverständlich ganz zur Freude der mitgereisten Sachsen, wirklich zu vernehmen war der Auswärtsblock allerdings nicht. Daran änderte sich im folgenden Spielverlauf auch nicht allzu viel. Wiederum zu unserer Freude fanden unsere Jungs nach dem missglückten Start schnell in die Partie und konnten das Spiel innerhalb der nächsten 20 Minuten drehen. Das kam unserem Support sehr gelegen, von einem erinnerungswürdigen Auftritt waren wir allerdings über die gesamte Spieledauer mehrere Prozente entfernt. In Relation zum spärlich besuchten Block können wir aber dennoch einigermaßen zufrieden sein. Nachdem unsere Mannschaft zu Beginn der zweiten Halbzeit die Chancen zur Vorentscheidung liegen ließ, kam Aue später wieder besser ins Spiel und konnte in der 77. Minute nach einem Eingreifen des Videoassistenten zum 2:2 egalisieren. Der plötzliche Ausgleich schockte uns ziemlich, sodass es uns nicht gelang, die Mannschaft zur erneuten Führung peitschen zu können. Nichtsdestotrotz können wir mit der Leistung insgesamt zufrieden sein und ließen dies unsere Jungs nach dem Abpfiff auch spüren. 

St.Pauli-SV Sandhausen

Am Sonntag stand für uns die erste von zwei Reisen in dieser Saison in die Hansestadt Hamburg auf dem Programm. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren verzichteten wir geschlossen auf einen längeren Aufenthalt auf Reeperbahn und co. und begaben uns in aller Frühe mit dem Bus in Richtung Millerntor. Der Treffpunkt hierfür wurde auf einige Stunden vor Abfahrt gelegt, weshalb die Fahrt von Anfang an als durchaus feuchtfröhlich bezeichnet werden kann. Etwa eine Stunde vor Anpfiff erreichten wir das verregnete und stürmische Hamburg. Passend zum Dreckswetter begann die Partie: Frühes Gegentor und kaum Sandhäuser im Gästeblock. Mit letzterem Problem haben wir leider immer wieder auf St. Pauli zu kämpfen. In den vergangenen Jahren verirrte sich immerhin neben uns noch eine dreistellige Anzahl an Sandhäusern; dieses Mal war das Interesse wohl geringer. Somit waren im Block ebenso viele Lücken wie nervige Touris. Für etwas Wärme rund um unser schwarz weißes Herz sorgte das Spruchband vor dem Spiel und natürlich vor allem dessen Hintergrund. Bis bald im Stadion, Henry! Auf der Gegenseite stimmte währenddessen so einiges. Kleine Graffiti-Choreo passend zum Todestag eines (in Hamburg) sehr bekannten Sprayers, engagierte Jungs auf dem Platz und dann eben der bereits erwähnte frühe Führungstreffer. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gelang Sankt Pauli das 2:0 und bescherte unserer Laune den Tiefpunkt. Auch in Durchgang zwei waren unsere Männer weitestgehend unterlegen und somit mussten wir die zweite Auswärtspleite in Folge hinnehmen. Wieder einmal erwischte die Südkurve rund um USP keinen besonders guten Tag. Umso beeindruckender wurde die Stimmung am Millerntor, sobald die anderen Tribünen mit in den Support einstiegen. In diesen Momenten gehört der Heimsupport von Sankt Pauli sicherlich zum Besten, was man als  Gästefan in der zweiten Liga geboten bekommt. Staubedingt zog sich die weite Rückfahrt ziemlich lang, was für einige einen sehr kurzen Schlaf vor dem Start in die neue Arbeitswoche bedeutete. Was man nicht alles für seinen Verein tut…

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