Holstein Kiel-SV Sandhausen

Nach 2.5 Monaten sollte es am vergangenen Samstag endlich wieder los gehen! Zum Saisonauftakt führte uns der Weg – wie schon vor 2 Jahren – nach Kiel. Mit knapp 700 Kilometer Strecke erwartete uns zu Beginn direkt das weiteste Auswärtsspiel. Zwar war die Vorfreude auf die neue Saison riesig und wurde mit einer ordentlichen Portion Hoffnung auf eine erfolgreichere Spielzeit untermalt, die Anzahl an Auswärtsfahrern ließ dennoch leider zu wünschen übrig. So machten wir uns in aller Frühe mit einem Bus auf den Weg in den hohen Norden. Während beim einen oder anderen die Vorfreude durch ausgelassene Stimmung direkt zum Ausdruck kam, waren in den Morgenstunden auch noch ein paar geschlossene Augenpaare im Bus zu entdecken. Doch nur wenige Stunden später sollte die positive Laune schließlich bei jedem Fahrgast ankommen. Diese erfuhr allerdings rund um Hannover einen ersten harten Dämpfer: Stau. Ein kurzer Blick auf Google Maps offenbarte weitere Staus auf den nächsten etwa 200 Kilometern. So wurde uns im Laufe des Mittags schnell klar, dass wir nicht rechtzeitig zum Holstein-Stadion gelangen würden. Pünktlich um 15:30 Uhr wurde das Datenvolumen einer unserer Jungs auf die Probe gestellt und Sky Go geöffnet. Obwohl aufgrund der Situation alle ziemlich angepasst waren, schallten der Jubel und anschließende Gesänge nach dem frühen Führungstreffer in der vierten Spielminute lauthals durch den Bus. Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch etwa 30 Kilometer vom Stadion entfernt. Pünktlich mit etwa 43 Minuten Verspätung erreichten wir den Gästeblock, sodass wir sogar noch die letzte Minute der Nachspielzeit des ersten Durchganges im Auswärtsblock gucken konnten. Geil! Passend zur geringen Anzahl an mitgereisten Fans, begleitete uns auch nur wenig Material nach Schleswig-Holstein, wodurch dieses ohne Probleme in der Halbzeitpause an den Zaun angebracht werden konnte. Obwohl der weiterhin vorherrschenden schlechten Laune bei uns, entschlossen wir uns dazu, mit den uns geringen zur Verfügung stehenden Mitteln in Halbzeit zwei Vollgas zu geben. Durch ununterbrochen Fahneneinsatz und ein paar Gesangseinlagen konnten wir wenigstens etwas auf uns aufmerksam machen. Die Aktiven, die da waren, haben jedenfalls alles gegeben. Mehr konnten wir als Gruppe in diesem Spiel nicht beeinflussen. Die gute Laune des Vormittags kam jedenfalls langsam aber sicher zurück. Wie das an einem solchen Tag dann aber halt leider ist, sieht man das einzige eigene Tor nur im Bus und muss sich nach mehreren vergebenen Chancen unserer Jungs den Ausgleich der Störche im Stadion ansehen. Am Ende können wir froh sein, dass unser Team immerhin einen Punkt erobern konnte. Ohne weitere erwähnenswerte Vorkommnisse saßen wir auch schon wieder im Bus. Den hatten wir natürlich in der letzten Stunde schon etwas vermisst. Schnell waren wir wieder aus Kiel draußen und auch schon an Hamburg vorbei. Während später das Rot am Horizont langsam immer mehr an Farbe verlor, gab sich die eine Hälfte des Busses mit Musik über In-Ears und Lektüre über polnische Ultras zufrieden. Überraschte Blicke wurden zu dieser Zeit dann der anderen Hälfte des Busses gewidmet, als ihnen plötzlich eine Mischung aus Klassikern der 80er und Malle-Hits entgegen schallten. Wie auch immer erreichten wir letztendlich todmüde um kurz nach 02:00 Uhr unser geliebtes Dorf. Obwohl wir nun insgesamt 19 Stunden (abzüglich Pausen) im Bus verbrachten um 45 Minuten Fußball im Stadion zu genießen, war es doch letztendlich mal wieder eine coole Fahrt, die durchaus Bock auf die neue Runde macht. Unter der Woche muss nun noch das ein oder andere Projekt der Sommerpause in den letzten Zügen vollendet werden, ehe wir am Freitagabend den Aufsteiger aus Osnabrück im Hardtwaldstadion begrüßen dürfen.

Auf diesem Wege bereits der Aufruf: am Freitag alle in weiß ins Stadion!

Bis dann.

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