Hannover 96-SV Sandhausen

Bereits vier Tage nach dem Montagsspiel gegen Wehen Wiesbaden stand für uns die Fahrt zum Bundesligaabsteiger aus Hannover auf dem Programm. Nach dem extrem ernüchternden Kick gegen die Hessen blieb also nicht allzu viel Zeit der Erholung. Dennoch machten wir uns mit einem Bus am Vormittag auf den Weg nach Hannover. Ohne Probleme erreichten wir das verregnete Niedersachsen frühzeitig und positionierten uns in den unteren Reihen des Gästeblocks. Dass dieser nicht allzu beliebt bei Gästefans ist, ist wohl lange kein Geheimnis in Fußballdeutschland mehr. Dennoch versuchte sich unser kleiner Haufen zumindest etwas bemerkbar zu machen. Mittels durchgehenden Fahneneinsatzes dürfte dies zumindest optisch gelungen sein. Akustisch hatten wir es dann doch ziemlich schwer, obwohl die Gegenseite im spärlich besuchten Niedersachsenstadion bei weitem nicht überzeugen konnte. Auf dem Platz schienen die Hausherren endlich den ersten Heimsieg der Saison einfahren zu wollen. Eine starke Anfangsphase resultierte in einem frühen Treffer und weiteren guten Chancen. Nach dieser Anfangsphase kamen unsere Jungs aber immer besser ins Spiel und konnten nach etwas mehr als einer Stunde völlig verdient ausgleichen. Am Ende wäre sogar mehr als das 1:1 drin gewesen. Insgesamt können wir mit dem Auswärtspunkt aber völlig zufrieden sein, der geforderte Aufwärtstrend war in vielen Aktionen zu erkennen. Nach dem Spiel kam es vor dem Bus noch zu einem kurzen Kennenlernen mit ein paar Hannoveranern, die sich in der eigenen Fanszene wohl gerne etwas beweisen würden… Die eher peinliche Angelegenheit wurde dann aber doch relativ schnell geregelt und die übermotivierte Staatsmacht erledigte den Rest. Mit Hannover werden wir wohl nie grün. Grün wird es wohl hingegen am kommenden Samstag im Gästeblock werden, wenn wir die Spielvereinigung aus Fürth empfangen. Bis dann!

Sv Sandhausen-SV Wehen Wiesbaden

Zum dritten Montagsspiel unserer Zweitligageschichte kam es zum Aufeinandertreffen mit dem SV Wehen Wiesbaden. Da hat sich die DFL ja ein richtiges Topspiel herausgesucht, wobei die Ansetzung wohl eher an der Nichtteilnahme beider Vereine an der 2. Pokal Runde gelegen haben dürfte. Wenige Tage vor der Partie wurden wir von der Fanszene der Hessen kontaktiert, ob wir etwas gegen Montagsspiele geplant hätten. Letztendlich verständigten wir uns gemeinsam mit der ultraorientierten Gruppe Supremus Dilectio auf ein gemeinsames Banner über beide Fanblöcke (wohl der erste Vorteil, den unsere beschissene Stadionplanung mit sich brachte) und einen gemeinsamen Stimmungsboykott für 19:16, beziehungsweise 19:26 Minuten. So überreichten wir den Gästefans eine knappe Stunde vor Spielbeginn ihre Hälfte des Banners, auf dem „Erkenne deinen wahren Feind – scheiss Montagsspiele“ zu lesen war. Im Voraus wurde abgestimmt, dass wir das „W“ in „wahren“ durch das aktuelle Logo der Hessen austauschen werden. Trotz der Absprache wurde dies erst nicht angenommen. Nach einiger Diskussion innerhalb der Wiesbadener Fanszene, wollte man dann das alte Vereinswappen. Gastfreundlich wie wir sind, sprühten wir letztendlich kurz vor Spielbeginn ein neues „w“ im traditionellen Wappen des ach so traditionsbewussten SV Wehen Wiesbaden. Naja… Ebenso Rennerei vor Spielbeginn, aber diesmal im positiven Sinne, bescherte unser neues Spieltagsheft „Hopfeblatt“, das am Montagabend das Licht der Stadionwelt erblicken durfte. Gegen eine freiwillige Spende brachten wir eine sehr ordentliche Anzahl des siebenseitigen Hefts an die Sandhäuser Fangemeinde und freuen uns auf die weitere Entwicklung in den kommenden Heimspielen. Um 20:30 Uhr erfolgt dann der Anpfiff vor ungewohnter Atmosphäre. Die Zeit bis zum Ende des Boykotts verging wie im Flug und relativ pünktlich nach 19:16 Minuten fand man sich im A4 plötzlich in rotem Rauch wieder. Frei nach dem Motto: Montags sehen wir rot! Nach dem durchaus gelungenen Pyrointro gab es einen ebenso gute Scheiß-DFB Wechselgesang mit dem Gästeblock. Langsam sind die Highlights des Montagsspiels aber auch schon erzählt. Das Spiel sorgte für einiges Haare-Raufen, hüben wie drüben passte sich der Support – bis auf wenige Ausreißer nach oben – dem Spielgeschehen an. Ein sehr ernüchternder Kick endete somit folgerichtig mit 0:0. Nach Abpfiff wurde relativ schnell klar, dass man mit dem Anhang aus Hessen trotz gemeinsamer Aktion nicht unbedingt im Reinen ist. Letztendlich blieb aber alles weitestgehend ruhig…

SSV Jahn Regensburg- SV Sandhausen

Wie gerne erinnert man sich als Sandhäuser an unseren letzten Besuch in Regensburg. Letzter Spieltag, den Klassenerhalt in einer spannender Konstellation gesichert und wohl einen unserer besten Auftritte in einem Gästeblock der letzten Jahre gehabt. Am 10. Spieltag dieser Saison sah das leider schon wieder ganz anders aus. Die Kartenverkäufe vor dem Spiel ließen darauf schließen, dass wohl höchstens 100 Sandhäuser den Weg nach Bayern finden würden. An einem Samstag wohlgemerkt… Das allgemein geringe Interesse an diesem Auswärtsspiel in Kombination mit einer leider unterdurchschnittlichen Mitfahrquote der Hauptgruppe und unseres Umfelds sorgten für einen eher peinlichen Auftritt. Extrem schade, dass vor etwa fünf Monaten noch das Sechsfache an Sandhäusern in die Domstadt reiste. Unser kleiner Haufen positionierte sich geschlossen direkt unter dem Dach, um wenigstens diesen Vorteil ein bisschen mitzunehmen. Durchgehender Fahnen- und Doppelhaltereinsatz und dann doch auch relativ viele Gesangseinlagen sorgten wenigstens für ein bisschen gute Laune. Die Jungs auf dem Rasen taten dafür nämlich auch nicht allzu viel. Ein völlig trostloses Spiel ging mit 0:0 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel waren wir dem Führungstreffer eine Zeit lang ziemlich nah, ehe der SSV in der 58. zum 1:0 einnetzte. Für dennoch gute Laune sorgte die plötzliche Idee, sich mit Dale Cavese einfach ein bisschen selbst zu feiern, auch, wenn es heute nur wenige Gründe dafür gab. Außer in den letzten Minuten verlor unsere Mannschaft nach dem Gegentor wieder den Faden und musste sich schließlich geschlagen geben. Dass der Frust über diese (und auch vergangene) Leistung bei der Mannschaft nur auf sehr geringes Verständnis stieß, ließ den ein oder anderen kopfschüttelnd zurück. Noch etwas zur Gegenseite: Vor dem Spiel wurden wir Zeuge einer Choreo über drei Tribünen anlässlich des 130. Geburtstag des SSV Jahn Regensburg (damals noch als 1. Athleten-Club Regensburg, ehe 1907 die Fußballabteilung folgte). Zwar sorgten einzelne Lücken für mehrere kleine Schönheitsfehler, insgesamt kann man diese Aktion aber als durchaus gelungen bewerten. Den Schwung der Anfangsminuten konnte die Hans Jakob Tribüne allerdings nur sehr bedingt mitnehmen und so passte sich auch der Heimsupport dem niedrigen Spielniveau an. Dazu wird man wohl auch im Bericht der Ultras Regensburg nichts gegensätzliches lesen… Um uns nicht direkt wieder im Abstiegskampf wiederzufinden, müssen wir in den nächsten Wochen alles für eine Trendwende geben. Die erste Chance dafür gibt es am kommenden Montag (Scheiß DFB & DFL!) gegen den wieder etwas erstarkten Sportverein aus Wehen. Ein Sieg ist Pflicht! Bis dann!

SV Sandhausen-FC Erzgebirge Aue

Am vergangenen Samstag empfingen wir Erzgebirge Aue. Die zuletzt eher enttäuschende Leistungen unserer Jungs und mehrere starke Auftritte der Sachsen, stimmten uns nicht unbedingt euphorisch für diese Partie. Und es sollte auch direkt ziemlich beschissen beginnen: unsere Gäste gingen bereits in der fünften Minute in Führung. Die frühe Führung war selbstverständlich ganz zur Freude der mitgereisten Sachsen, wirklich zu vernehmen war der Auswärtsblock allerdings nicht. Daran änderte sich im folgenden Spielverlauf auch nicht allzu viel. Wiederum zu unserer Freude fanden unsere Jungs nach dem missglückten Start schnell in die Partie und konnten das Spiel innerhalb der nächsten 20 Minuten drehen. Das kam unserem Support sehr gelegen, von einem erinnerungswürdigen Auftritt waren wir allerdings über die gesamte Spieledauer mehrere Prozente entfernt. In Relation zum spärlich besuchten Block können wir aber dennoch einigermaßen zufrieden sein. Nachdem unsere Mannschaft zu Beginn der zweiten Halbzeit die Chancen zur Vorentscheidung liegen ließ, kam Aue später wieder besser ins Spiel und konnte in der 77. Minute nach einem Eingreifen des Videoassistenten zum 2:2 egalisieren. Der plötzliche Ausgleich schockte uns ziemlich, sodass es uns nicht gelang, die Mannschaft zur erneuten Führung peitschen zu können. Nichtsdestotrotz können wir mit der Leistung insgesamt zufrieden sein und ließen dies unsere Jungs nach dem Abpfiff auch spüren. 

St.Pauli-SV Sandhausen

Am Sonntag stand für uns die erste von zwei Reisen in dieser Saison in die Hansestadt Hamburg auf dem Programm. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren verzichteten wir geschlossen auf einen längeren Aufenthalt auf Reeperbahn und co. und begaben uns in aller Frühe mit dem Bus in Richtung Millerntor. Der Treffpunkt hierfür wurde auf einige Stunden vor Abfahrt gelegt, weshalb die Fahrt von Anfang an als durchaus feuchtfröhlich bezeichnet werden kann. Etwa eine Stunde vor Anpfiff erreichten wir das verregnete und stürmische Hamburg. Passend zum Dreckswetter begann die Partie: Frühes Gegentor und kaum Sandhäuser im Gästeblock. Mit letzterem Problem haben wir leider immer wieder auf St. Pauli zu kämpfen. In den vergangenen Jahren verirrte sich immerhin neben uns noch eine dreistellige Anzahl an Sandhäusern; dieses Mal war das Interesse wohl geringer. Somit waren im Block ebenso viele Lücken wie nervige Touris. Für etwas Wärme rund um unser schwarz weißes Herz sorgte das Spruchband vor dem Spiel und natürlich vor allem dessen Hintergrund. Bis bald im Stadion, Henry! Auf der Gegenseite stimmte währenddessen so einiges. Kleine Graffiti-Choreo passend zum Todestag eines (in Hamburg) sehr bekannten Sprayers, engagierte Jungs auf dem Platz und dann eben der bereits erwähnte frühe Führungstreffer. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gelang Sankt Pauli das 2:0 und bescherte unserer Laune den Tiefpunkt. Auch in Durchgang zwei waren unsere Männer weitestgehend unterlegen und somit mussten wir die zweite Auswärtspleite in Folge hinnehmen. Wieder einmal erwischte die Südkurve rund um USP keinen besonders guten Tag. Umso beeindruckender wurde die Stimmung am Millerntor, sobald die anderen Tribünen mit in den Support einstiegen. In diesen Momenten gehört der Heimsupport von Sankt Pauli sicherlich zum Besten, was man als  Gästefan in der zweiten Liga geboten bekommt. Staubedingt zog sich die weite Rückfahrt ziemlich lang, was für einige einen sehr kurzen Schlaf vor dem Start in die neue Arbeitswoche bedeutete. Was man nicht alles für seinen Verein tut…

Sv Sandhausen-Vfl Bochum

Nach vier Heimspielen an einem Freitagabend in Folge kam es am vergangenen Samstag zum ersten Mittagsspiel am heimischen Hardtwald in dieser Saison. So konnten wir uns stressfrei in großer Anzahl weit vor Anpfiff treffen und geschlossen den Block betreten. Langsam trudelten auch die ersten Bochumer ein, letztlich wurde der Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet von etwa 650 Fans unterstützt. Diese sahen von Beginn an einen engagierten Auftritt ihrer Mannschaft, während unsere Jungs nur selten etwas wirklich brauchbares auf den Rasen zaubern konnten. Zwar ging es noch torlos in die Halbzeitpause, doch in der 57. Minute konnte der VfL aus Bochum in Führung gehen. In Relation zur Leistung unserer Männer auf dem Rasen konnten wir bis zu diesem Zeitpunkt noch einen einigermaßen ordentlichen Auftritt auf den Rängen hinlegen. Zwar flachte der Support nach dem verdienten Rückstand noch etwas mehr ab, doch die Hoffnung auf den Ausgleich sorgte für einige positive Akzente aus dem Block A4. Etwas glücklich gelang dieser schließlich in der 88. Minute durch unseren Rückkehrer Aziz Bouhaddouz. Insgesamt ein Punkt, mit dem wir zufrieden sein müssen. Zumindest bis zur 88. Minute hätte auch der Gästeblock zufrieden sein können, wirklich viel war von den Bochumern allerdings nicht zu vernehmen. Es wurde zwar nahezu durchgehend supportet, der Auftritt wirkte aber – für uns – trotz der guten Leistung der Mannschaft auf dem Platz etwas träge. Positiv in Erinnerung wird uns allerdings der „Scheiß DFB“-Wechselgesang zu Beginn der Partie bleiben, der eine lächerliche Strafe seitens der Herren in Frankfurt für unseren Vereinspräsidenten als Hintergrund hatte. In den Farben getrennt, in der Sache vereint! Am kommenden Sonntag führt uns dann der Weg zum ersten von zwei Malen in dieser Saison nach Hamburg. Bis dann!

Karlsruher SC-SV Sandhausen

Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass wir mal mehrere Jahre höher als unser Nachbar aus Karlsruhe spielen würden? Vor elf Jahren beispielsweise schloss der KSC noch als Tabellenelfter seine Erstligasaison ab, während wir zu gleicher Zeit immerhin den Aufstieg in die dritte Liga feiern durften. Nachdem die Badner die letzten zwei Spielzeiten in der dritten Liga zu Werke gingen, kam es also am Freitagabend zum Wiedersehen. Aufgrund unserer Serie und den eher verhaltenen Leistungen des KSC in den letzten Wochen, konnten wir die kurze Reise mit breiter Brust antreten. So herrschte auf dem Weg in die Fächerstadt nicht nur im Szenebus große Hoffnung auf einen Auswärtssieg, sondern wohl auch in den übrigen drei Bussen und den PKWs. Im Gästeblock fanden sich letztendlich über 600 Sandhäuser ein, die zu Spielbeginn durch ein von uns (sehr kurzfristig) organisiertes kleines Fahnen-Intro optisch auf sich aufmerksam machen konnten. Etwas ungewohnt war es dann aber doch, in Karlsruhe hinter dem Tor zu stehen und vor Spielbeginn nicht mehr gefühlt 200 Treppenstufen erklimmen zu müssen. Auch wenn der alte Gästeblock sicherlich seinen Flair hatte, hat man als Gästefan jetzt schon bessere Möglichkeiten und auch einen deutlich besseren Blick aufs Geschehen auf dem Rasen. Auf diesem sahen wir in der ersten Halbzeit eine gute Leistung unserer Mannschaft, der es aber an der letzten Konsequenz fehlte. So kam es dann, dass der KSC nach Wiederanpfiff in der 57. Minute nahezu aus dem Nichts in Führung ging. Schon vorher kamen gegenüber von uns vereinzelt Bengalos und Blinker zum Einsatz. Vom Führungstreffer beflügelt, erleuchtete der neue Standort des Karlsruher Anhangs hinter dem Tor nun alle paar Minuten. Sicherlich eine gelungene Abwechslung zu  den bis auf den Punkt durchstrukturierten Pyro-Shows der heutigen Zeit. In welcher Form einem dieses Stilmittel nun besser gefällt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Während man in Karlsruhe mit dem eigenen Support am Freitagabend wohl gänzlich zufrieden sein könnte, müssen wir für uns festhalten, nicht das Optimum aus dem dagewesenen Potential herausgeholt zu haben. Zwar legten wir optisch einen für uns sehr ordentlichen Auftritt hin und konnten sicherlich auch akustisch den ein oder anderen Akzent setzen, aber insgesamt wäre da mehr drin gewesen. Da unsere Jungs nach dem Gegentreffer gänzlich den Faden verloren haben, war im Block gegen Ende dann leider komplett die Luft raus. Eigentlich schade, wo unser Sportverein doch bisher eine sehr starke Saison spielt… Ohne erwähnenswerte Vorfälle ging es danach zügig zurück ins etwa 50 Kilometer entfernte Sandhausen.

SV Sandhausen-SV Darmstadt 98

Nach zwei Siegen zuvor empfingen wir am Freitagabend den SV Darmstadt im heimischen Hardtwaldstadion. Die Lilien kamen nach zuletzt eher mäßigen Leistungen mit etwas weniger Rückenwind nach Sandhausen. Dennoch fanden sich knapp 3000 Darmstädter im Gästebereich ein und legten von Beginn an einen recht ordentlichen Auftritt hin. Doch auch wir erwischten nach unterdurchschnittlichen Leistungen auf den Rängen gegen Nürnberg und in Heidenheim wieder einen besseren Tag. Vor dem Beginn des Spiels hatten wir einen zentralen Bereich im Block markiert, in dem sich alle einfinden sollten, die Bock auf 90 Minuten Support haben. Der Aufruf fand für unsere Verhältnisse einen recht großen Anklang und so konnten supporttechnisch einige Kräfte gebündelt werden. Nach etwas Glück in der Anfangsphase kam unsere Mannschaft mit der Zeit immer besser in’s Spiel. Unsere Jungs konnten sich aber dennoch keine Überlegenheit gegen gut aufgelegte Darmstädter erspielen. Dies sollte sich kurz nach Wiederanpfiff in den zweiten Durchgang ändern, als Erik Zenga in der 47. Minute stark zum 1:0 einnetzte. Bei einem Blick in den Gästeblock war schon gegen Ende der Halbzeitpause eine bevorstehende Pyro-Aktion ersichtlich. Warum diese nicht direkt zu Beginn der zweiten Hälfte durchgeführt wurde, können wir schwer beurteilen, der Zeitpunkt direkt nach dem Gegentreffer war dann aber doch etwas unpassend. Schön anzusehen war der blaue Rauch aber allemal. Während in den zweiten 45 Minuten die Stimmung auf den Rängen etwas zu unseren Gunsten umschwenkte, konnten unsere Jungs durch eine ausgewogene Mischung aus defensiver Stabilität und schnellen Kontern die Führung recht souverän über die Bühne bringen. Somit stand für uns der dritte Sieg in Folge zu Buche und wir fanden uns plötzlich auf dem zweiten Tabellenplatz wieder, auch wenn dieser auf keinen Fall überbewertet werden sollte. Dennoch ist hier jedem bewusst, dass der Auftakt in diese Saison eine sehr gute Grundlage für eine erfolgreiche Runde sein kann. Nun sind auch wir gefordert, die starke Leistung der Jungs auf den Rängen zu belohnen und sie weiter zu pushen. Deshalb: Alle nach der Länderspielpause zum Auswärtsspiel nach Karlsruhe!

1. FC Heidenheim-SV Sandhausen

Nach drei Heimspielen in Folge, durften wir am Sonntag endlich mal wieder etwas Autobahn genießen. Allzu viele Kilometer mussten allerdings nicht abgespult werden, da uns der Weg auf die Ostalb nach Heidenheim führte. Mit einem Szenebus machten wir uns in den Morgenstunden auf und erreichten Heidenheim trotz eines Staus mehr als rechtzeitig. Wir waren selbst etwas überrascht, diese Saison keine lästige Begleitung der Staatsmacht über uns ergehen lassen zu müssen und konnten unbeirrt durch die Stadt fahren. Letztendlich nebensächlich, da die Heimfans aufgrund der Choreovorbereitung sowieso schon im Stadion waren. Diese blieb diesmal ohne Rechtschreibfehler (Chapeau!) und feierte das fünfjährige Bestehen der Gruppe Unitas Aquileiae. Die Stimmung auf der Osttribüne bleib dennoch von Anfang an ziemlich verhalten. Allerdings müssen wir uns an dieser Stelle auch eingestehen, dass auch wir einen schwachen Tag erwischten. Zwar musste auch der Kern im Vergleich zu den letzten (starken) Auftritten auf der Ostalb ein paar wenige urlaubsbedingte Abstriche machen, doch vor allem das geringe Interesse bei vielen weiteren SV Fans an diesem Spiel war durchaus etwas erschreckend. So wurde fast nur von den ersten drei Reihen am Wellenbrecher vor dem Capo-Podest supportet. Das Spiel passte sich lange Zeit an die Stimmung auf den Rängen an und so ging es torlos in die Pause. Durch einen Doppelschlag in der 60. und 63. Minute konnten unsere Jungs in Führung gehen und diese gar direkt ausbauen. Zwar steigerte sich dadurch auch die Laune im Block, die Stimmung blieb aber dennoch den letzten Auftritten etwas schuldig. Aufgrund eines cleveren Verhaltens unserer Mannschaft konnte sie das 0:2 über die Zeit bringen und ließ sich nach 13 sieglosen Jahren anschließend für den zweiten Auswärtssieg in Heidenheim binnen vier Monate feiern. Ohne weitere Vorkommnisse rund um Heidenheim, aber diesmal lange Zeit mit Kastenwägen im Schlepptau, ging es wieder zurück nach Sandhausen. Für etwas Action sorgte dann aber unser Bus, dessen Batterie nach einer Rast plötzlich ihren Geist aufzugeben schien. Zu einer professionellen Auswärtsfahrt gehört dann halt auch mal, dass einige Mitfahrer den Bus anschieben müssen um diesen wieder anspringen zu lassen. Mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen können wir mehr als zufrieden sein und sind uns ziemlich sicher, dass in den nächsten Wochen einige Zähler dazukommen werden. Die Punkte acht, neun und zehn könnten direkt am Freitag gegen Darmstadt folgen! Bis dann.

SV Sandhausen-1. FC Nürnberg

Zum dritten Freitagabend-Heimspiel in Folge empfingen wir den Bundesligaabsteiger aus Nürnberg. Nach dem starken Auftritt im Pokal gegen Mönchengladbach und den eher verhaltenen letzten Leistungen des Clubs war die Hoffnung auf den ersten Sieg in dieser Saison groß. Zum ersten Mal in dieser Runde gibt es nichts bedeutendes zu den Stunden vor dem Spiel zu berichten und so kommen wir direkt zu den 90 Minuten. Unsere Mannschaft startete wieder einmal sehr gut in die Partie und konnte endlich auch mal die Chancen ausreichend verwerten. So lagen wir gegen unterlegene Franken schon nach etwas mehr als einer halben Stunde mit 2:0 in Führung. Sau geil! Auf den Rängen sah das Duell bis zu diesem Zeitpunkt etwas anders aus: Wir konnten leider überhaupt nicht an die starken Auftritte der letzten Wochen gegen Osnabrück und Gladbach anknüpfen und so waren die Gästefans, die von Freunden aus Wien, Gelsenkirchen und Göteborg unterstütz wurden, wohl tonangebend. Da sich die gute Laune dann ziemlich zu unsere Gunsten verschob, drehte sich das Blatt in den kommenden Minuten. Der Club bewies allerdings Moral und kam in der 70. Minute zum 2:2 Ausgleich, weshalb der Gästeblock wieder klar die Oberhand erlangte. Dies sollte sich aber erneut ändern, als unsere Jungs in der 89. Minute wieder in Führung gingen und uns in Ekstase versetzten. Endlich konnte sich unsere Mannschaft für einen starken Auftritt gegen einen eigentlich hochkarätigen Gegner belohnen und ließ sich dafür völlig zurecht nach Abpfiff feiern. Mit diesem Selbstvertrauen im Gepäck reisen wir am kommenden Sonntag auf die Ostalb. Wie geil wäre es denn, nach zuvor 13 Jahren ohne Sieg direkt zwei Mal in 4 Monaten in Heidenheim zu gewinnen? Bis Sonntag!