SSV Jahn Regensburg- SV Sandhausen

Wie gerne erinnert man sich als Sandhäuser an unseren letzten Besuch in Regensburg. Letzter Spieltag, den Klassenerhalt in einer spannender Konstellation gesichert und wohl einen unserer besten Auftritte in einem Gästeblock der letzten Jahre gehabt. Am 10. Spieltag dieser Saison sah das leider schon wieder ganz anders aus. Die Kartenverkäufe vor dem Spiel ließen darauf schließen, dass wohl höchstens 100 Sandhäuser den Weg nach Bayern finden würden. An einem Samstag wohlgemerkt… Das allgemein geringe Interesse an diesem Auswärtsspiel in Kombination mit einer leider unterdurchschnittlichen Mitfahrquote der Hauptgruppe und unseres Umfelds sorgten für einen eher peinlichen Auftritt. Extrem schade, dass vor etwa fünf Monaten noch das Sechsfache an Sandhäusern in die Domstadt reiste. Unser kleiner Haufen positionierte sich geschlossen direkt unter dem Dach, um wenigstens diesen Vorteil ein bisschen mitzunehmen. Durchgehender Fahnen- und Doppelhaltereinsatz und dann doch auch relativ viele Gesangseinlagen sorgten wenigstens für ein bisschen gute Laune. Die Jungs auf dem Rasen taten dafür nämlich auch nicht allzu viel. Ein völlig trostloses Spiel ging mit 0:0 in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel waren wir dem Führungstreffer eine Zeit lang ziemlich nah, ehe der SSV in der 58. zum 1:0 einnetzte. Für dennoch gute Laune sorgte die plötzliche Idee, sich mit Dale Cavese einfach ein bisschen selbst zu feiern, auch, wenn es heute nur wenige Gründe dafür gab. Außer in den letzten Minuten verlor unsere Mannschaft nach dem Gegentor wieder den Faden und musste sich schließlich geschlagen geben. Dass der Frust über diese (und auch vergangene) Leistung bei der Mannschaft nur auf sehr geringes Verständnis stieß, ließ den ein oder anderen kopfschüttelnd zurück. Noch etwas zur Gegenseite: Vor dem Spiel wurden wir Zeuge einer Choreo über drei Tribünen anlässlich des 130. Geburtstag des SSV Jahn Regensburg (damals noch als 1. Athleten-Club Regensburg, ehe 1907 die Fußballabteilung folgte). Zwar sorgten einzelne Lücken für mehrere kleine Schönheitsfehler, insgesamt kann man diese Aktion aber als durchaus gelungen bewerten. Den Schwung der Anfangsminuten konnte die Hans Jakob Tribüne allerdings nur sehr bedingt mitnehmen und so passte sich auch der Heimsupport dem niedrigen Spielniveau an. Dazu wird man wohl auch im Bericht der Ultras Regensburg nichts gegensätzliches lesen… Um uns nicht direkt wieder im Abstiegskampf wiederzufinden, müssen wir in den nächsten Wochen alles für eine Trendwende geben. Die erste Chance dafür gibt es am kommenden Montag (Scheiß DFB & DFL!) gegen den wieder etwas erstarkten Sportverein aus Wehen. Ein Sieg ist Pflicht! Bis dann!

SV Sandhausen-FC Erzgebirge Aue

Am vergangenen Samstag empfingen wir Erzgebirge Aue. Die zuletzt eher enttäuschende Leistungen unserer Jungs und mehrere starke Auftritte der Sachsen, stimmten uns nicht unbedingt euphorisch für diese Partie. Und es sollte auch direkt ziemlich beschissen beginnen: unsere Gäste gingen bereits in der fünften Minute in Führung. Die frühe Führung war selbstverständlich ganz zur Freude der mitgereisten Sachsen, wirklich zu vernehmen war der Auswärtsblock allerdings nicht. Daran änderte sich im folgenden Spielverlauf auch nicht allzu viel. Wiederum zu unserer Freude fanden unsere Jungs nach dem missglückten Start schnell in die Partie und konnten das Spiel innerhalb der nächsten 20 Minuten drehen. Das kam unserem Support sehr gelegen, von einem erinnerungswürdigen Auftritt waren wir allerdings über die gesamte Spieledauer mehrere Prozente entfernt. In Relation zum spärlich besuchten Block können wir aber dennoch einigermaßen zufrieden sein. Nachdem unsere Mannschaft zu Beginn der zweiten Halbzeit die Chancen zur Vorentscheidung liegen ließ, kam Aue später wieder besser ins Spiel und konnte in der 77. Minute nach einem Eingreifen des Videoassistenten zum 2:2 egalisieren. Der plötzliche Ausgleich schockte uns ziemlich, sodass es uns nicht gelang, die Mannschaft zur erneuten Führung peitschen zu können. Nichtsdestotrotz können wir mit der Leistung insgesamt zufrieden sein und ließen dies unsere Jungs nach dem Abpfiff auch spüren. 

St.Pauli-SV Sandhausen

Am Sonntag stand für uns die erste von zwei Reisen in dieser Saison in die Hansestadt Hamburg auf dem Programm. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren verzichteten wir geschlossen auf einen längeren Aufenthalt auf Reeperbahn und co. und begaben uns in aller Frühe mit dem Bus in Richtung Millerntor. Der Treffpunkt hierfür wurde auf einige Stunden vor Abfahrt gelegt, weshalb die Fahrt von Anfang an als durchaus feuchtfröhlich bezeichnet werden kann. Etwa eine Stunde vor Anpfiff erreichten wir das verregnete und stürmische Hamburg. Passend zum Dreckswetter begann die Partie: Frühes Gegentor und kaum Sandhäuser im Gästeblock. Mit letzterem Problem haben wir leider immer wieder auf St. Pauli zu kämpfen. In den vergangenen Jahren verirrte sich immerhin neben uns noch eine dreistellige Anzahl an Sandhäusern; dieses Mal war das Interesse wohl geringer. Somit waren im Block ebenso viele Lücken wie nervige Touris. Für etwas Wärme rund um unser schwarz weißes Herz sorgte das Spruchband vor dem Spiel und natürlich vor allem dessen Hintergrund. Bis bald im Stadion, Henry! Auf der Gegenseite stimmte währenddessen so einiges. Kleine Graffiti-Choreo passend zum Todestag eines (in Hamburg) sehr bekannten Sprayers, engagierte Jungs auf dem Platz und dann eben der bereits erwähnte frühe Führungstreffer. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gelang Sankt Pauli das 2:0 und bescherte unserer Laune den Tiefpunkt. Auch in Durchgang zwei waren unsere Männer weitestgehend unterlegen und somit mussten wir die zweite Auswärtspleite in Folge hinnehmen. Wieder einmal erwischte die Südkurve rund um USP keinen besonders guten Tag. Umso beeindruckender wurde die Stimmung am Millerntor, sobald die anderen Tribünen mit in den Support einstiegen. In diesen Momenten gehört der Heimsupport von Sankt Pauli sicherlich zum Besten, was man als  Gästefan in der zweiten Liga geboten bekommt. Staubedingt zog sich die weite Rückfahrt ziemlich lang, was für einige einen sehr kurzen Schlaf vor dem Start in die neue Arbeitswoche bedeutete. Was man nicht alles für seinen Verein tut…

Sv Sandhausen-Vfl Bochum

Nach vier Heimspielen an einem Freitagabend in Folge kam es am vergangenen Samstag zum ersten Mittagsspiel am heimischen Hardtwald in dieser Saison. So konnten wir uns stressfrei in großer Anzahl weit vor Anpfiff treffen und geschlossen den Block betreten. Langsam trudelten auch die ersten Bochumer ein, letztlich wurde der Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet von etwa 650 Fans unterstützt. Diese sahen von Beginn an einen engagierten Auftritt ihrer Mannschaft, während unsere Jungs nur selten etwas wirklich brauchbares auf den Rasen zaubern konnten. Zwar ging es noch torlos in die Halbzeitpause, doch in der 57. Minute konnte der VfL aus Bochum in Führung gehen. In Relation zur Leistung unserer Männer auf dem Rasen konnten wir bis zu diesem Zeitpunkt noch einen einigermaßen ordentlichen Auftritt auf den Rängen hinlegen. Zwar flachte der Support nach dem verdienten Rückstand noch etwas mehr ab, doch die Hoffnung auf den Ausgleich sorgte für einige positive Akzente aus dem Block A4. Etwas glücklich gelang dieser schließlich in der 88. Minute durch unseren Rückkehrer Aziz Bouhaddouz. Insgesamt ein Punkt, mit dem wir zufrieden sein müssen. Zumindest bis zur 88. Minute hätte auch der Gästeblock zufrieden sein können, wirklich viel war von den Bochumern allerdings nicht zu vernehmen. Es wurde zwar nahezu durchgehend supportet, der Auftritt wirkte aber – für uns – trotz der guten Leistung der Mannschaft auf dem Platz etwas träge. Positiv in Erinnerung wird uns allerdings der „Scheiß DFB“-Wechselgesang zu Beginn der Partie bleiben, der eine lächerliche Strafe seitens der Herren in Frankfurt für unseren Vereinspräsidenten als Hintergrund hatte. In den Farben getrennt, in der Sache vereint! Am kommenden Sonntag führt uns dann der Weg zum ersten von zwei Malen in dieser Saison nach Hamburg. Bis dann!

Karlsruher SC-SV Sandhausen

Wer hätte vor einigen Jahren gedacht, dass wir mal mehrere Jahre höher als unser Nachbar aus Karlsruhe spielen würden? Vor elf Jahren beispielsweise schloss der KSC noch als Tabellenelfter seine Erstligasaison ab, während wir zu gleicher Zeit immerhin den Aufstieg in die dritte Liga feiern durften. Nachdem die Badner die letzten zwei Spielzeiten in der dritten Liga zu Werke gingen, kam es also am Freitagabend zum Wiedersehen. Aufgrund unserer Serie und den eher verhaltenen Leistungen des KSC in den letzten Wochen, konnten wir die kurze Reise mit breiter Brust antreten. So herrschte auf dem Weg in die Fächerstadt nicht nur im Szenebus große Hoffnung auf einen Auswärtssieg, sondern wohl auch in den übrigen drei Bussen und den PKWs. Im Gästeblock fanden sich letztendlich über 600 Sandhäuser ein, die zu Spielbeginn durch ein von uns (sehr kurzfristig) organisiertes kleines Fahnen-Intro optisch auf sich aufmerksam machen konnten. Etwas ungewohnt war es dann aber doch, in Karlsruhe hinter dem Tor zu stehen und vor Spielbeginn nicht mehr gefühlt 200 Treppenstufen erklimmen zu müssen. Auch wenn der alte Gästeblock sicherlich seinen Flair hatte, hat man als Gästefan jetzt schon bessere Möglichkeiten und auch einen deutlich besseren Blick aufs Geschehen auf dem Rasen. Auf diesem sahen wir in der ersten Halbzeit eine gute Leistung unserer Mannschaft, der es aber an der letzten Konsequenz fehlte. So kam es dann, dass der KSC nach Wiederanpfiff in der 57. Minute nahezu aus dem Nichts in Führung ging. Schon vorher kamen gegenüber von uns vereinzelt Bengalos und Blinker zum Einsatz. Vom Führungstreffer beflügelt, erleuchtete der neue Standort des Karlsruher Anhangs hinter dem Tor nun alle paar Minuten. Sicherlich eine gelungene Abwechslung zu  den bis auf den Punkt durchstrukturierten Pyro-Shows der heutigen Zeit. In welcher Form einem dieses Stilmittel nun besser gefällt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Während man in Karlsruhe mit dem eigenen Support am Freitagabend wohl gänzlich zufrieden sein könnte, müssen wir für uns festhalten, nicht das Optimum aus dem dagewesenen Potential herausgeholt zu haben. Zwar legten wir optisch einen für uns sehr ordentlichen Auftritt hin und konnten sicherlich auch akustisch den ein oder anderen Akzent setzen, aber insgesamt wäre da mehr drin gewesen. Da unsere Jungs nach dem Gegentreffer gänzlich den Faden verloren haben, war im Block gegen Ende dann leider komplett die Luft raus. Eigentlich schade, wo unser Sportverein doch bisher eine sehr starke Saison spielt… Ohne erwähnenswerte Vorfälle ging es danach zügig zurück ins etwa 50 Kilometer entfernte Sandhausen.

SV Sandhausen-SV Darmstadt 98

Nach zwei Siegen zuvor empfingen wir am Freitagabend den SV Darmstadt im heimischen Hardtwaldstadion. Die Lilien kamen nach zuletzt eher mäßigen Leistungen mit etwas weniger Rückenwind nach Sandhausen. Dennoch fanden sich knapp 3000 Darmstädter im Gästebereich ein und legten von Beginn an einen recht ordentlichen Auftritt hin. Doch auch wir erwischten nach unterdurchschnittlichen Leistungen auf den Rängen gegen Nürnberg und in Heidenheim wieder einen besseren Tag. Vor dem Beginn des Spiels hatten wir einen zentralen Bereich im Block markiert, in dem sich alle einfinden sollten, die Bock auf 90 Minuten Support haben. Der Aufruf fand für unsere Verhältnisse einen recht großen Anklang und so konnten supporttechnisch einige Kräfte gebündelt werden. Nach etwas Glück in der Anfangsphase kam unsere Mannschaft mit der Zeit immer besser in’s Spiel. Unsere Jungs konnten sich aber dennoch keine Überlegenheit gegen gut aufgelegte Darmstädter erspielen. Dies sollte sich kurz nach Wiederanpfiff in den zweiten Durchgang ändern, als Erik Zenga in der 47. Minute stark zum 1:0 einnetzte. Bei einem Blick in den Gästeblock war schon gegen Ende der Halbzeitpause eine bevorstehende Pyro-Aktion ersichtlich. Warum diese nicht direkt zu Beginn der zweiten Hälfte durchgeführt wurde, können wir schwer beurteilen, der Zeitpunkt direkt nach dem Gegentreffer war dann aber doch etwas unpassend. Schön anzusehen war der blaue Rauch aber allemal. Während in den zweiten 45 Minuten die Stimmung auf den Rängen etwas zu unseren Gunsten umschwenkte, konnten unsere Jungs durch eine ausgewogene Mischung aus defensiver Stabilität und schnellen Kontern die Führung recht souverän über die Bühne bringen. Somit stand für uns der dritte Sieg in Folge zu Buche und wir fanden uns plötzlich auf dem zweiten Tabellenplatz wieder, auch wenn dieser auf keinen Fall überbewertet werden sollte. Dennoch ist hier jedem bewusst, dass der Auftakt in diese Saison eine sehr gute Grundlage für eine erfolgreiche Runde sein kann. Nun sind auch wir gefordert, die starke Leistung der Jungs auf den Rängen zu belohnen und sie weiter zu pushen. Deshalb: Alle nach der Länderspielpause zum Auswärtsspiel nach Karlsruhe!

1. FC Heidenheim-SV Sandhausen

Nach drei Heimspielen in Folge, durften wir am Sonntag endlich mal wieder etwas Autobahn genießen. Allzu viele Kilometer mussten allerdings nicht abgespult werden, da uns der Weg auf die Ostalb nach Heidenheim führte. Mit einem Szenebus machten wir uns in den Morgenstunden auf und erreichten Heidenheim trotz eines Staus mehr als rechtzeitig. Wir waren selbst etwas überrascht, diese Saison keine lästige Begleitung der Staatsmacht über uns ergehen lassen zu müssen und konnten unbeirrt durch die Stadt fahren. Letztendlich nebensächlich, da die Heimfans aufgrund der Choreovorbereitung sowieso schon im Stadion waren. Diese blieb diesmal ohne Rechtschreibfehler (Chapeau!) und feierte das fünfjährige Bestehen der Gruppe Unitas Aquileiae. Die Stimmung auf der Osttribüne bleib dennoch von Anfang an ziemlich verhalten. Allerdings müssen wir uns an dieser Stelle auch eingestehen, dass auch wir einen schwachen Tag erwischten. Zwar musste auch der Kern im Vergleich zu den letzten (starken) Auftritten auf der Ostalb ein paar wenige urlaubsbedingte Abstriche machen, doch vor allem das geringe Interesse bei vielen weiteren SV Fans an diesem Spiel war durchaus etwas erschreckend. So wurde fast nur von den ersten drei Reihen am Wellenbrecher vor dem Capo-Podest supportet. Das Spiel passte sich lange Zeit an die Stimmung auf den Rängen an und so ging es torlos in die Pause. Durch einen Doppelschlag in der 60. und 63. Minute konnten unsere Jungs in Führung gehen und diese gar direkt ausbauen. Zwar steigerte sich dadurch auch die Laune im Block, die Stimmung blieb aber dennoch den letzten Auftritten etwas schuldig. Aufgrund eines cleveren Verhaltens unserer Mannschaft konnte sie das 0:2 über die Zeit bringen und ließ sich nach 13 sieglosen Jahren anschließend für den zweiten Auswärtssieg in Heidenheim binnen vier Monate feiern. Ohne weitere Vorkommnisse rund um Heidenheim, aber diesmal lange Zeit mit Kastenwägen im Schlepptau, ging es wieder zurück nach Sandhausen. Für etwas Action sorgte dann aber unser Bus, dessen Batterie nach einer Rast plötzlich ihren Geist aufzugeben schien. Zu einer professionellen Auswärtsfahrt gehört dann halt auch mal, dass einige Mitfahrer den Bus anschieben müssen um diesen wieder anspringen zu lassen. Mit sieben Punkten aus den ersten vier Spielen können wir mehr als zufrieden sein und sind uns ziemlich sicher, dass in den nächsten Wochen einige Zähler dazukommen werden. Die Punkte acht, neun und zehn könnten direkt am Freitag gegen Darmstadt folgen! Bis dann.

SV Sandhausen-1. FC Nürnberg

Zum dritten Freitagabend-Heimspiel in Folge empfingen wir den Bundesligaabsteiger aus Nürnberg. Nach dem starken Auftritt im Pokal gegen Mönchengladbach und den eher verhaltenen letzten Leistungen des Clubs war die Hoffnung auf den ersten Sieg in dieser Saison groß. Zum ersten Mal in dieser Runde gibt es nichts bedeutendes zu den Stunden vor dem Spiel zu berichten und so kommen wir direkt zu den 90 Minuten. Unsere Mannschaft startete wieder einmal sehr gut in die Partie und konnte endlich auch mal die Chancen ausreichend verwerten. So lagen wir gegen unterlegene Franken schon nach etwas mehr als einer halben Stunde mit 2:0 in Führung. Sau geil! Auf den Rängen sah das Duell bis zu diesem Zeitpunkt etwas anders aus: Wir konnten leider überhaupt nicht an die starken Auftritte der letzten Wochen gegen Osnabrück und Gladbach anknüpfen und so waren die Gästefans, die von Freunden aus Wien, Gelsenkirchen und Göteborg unterstütz wurden, wohl tonangebend. Da sich die gute Laune dann ziemlich zu unsere Gunsten verschob, drehte sich das Blatt in den kommenden Minuten. Der Club bewies allerdings Moral und kam in der 70. Minute zum 2:2 Ausgleich, weshalb der Gästeblock wieder klar die Oberhand erlangte. Dies sollte sich aber erneut ändern, als unsere Jungs in der 89. Minute wieder in Führung gingen und uns in Ekstase versetzten. Endlich konnte sich unsere Mannschaft für einen starken Auftritt gegen einen eigentlich hochkarätigen Gegner belohnen und ließ sich dafür völlig zurecht nach Abpfiff feiern. Mit diesem Selbstvertrauen im Gepäck reisen wir am kommenden Sonntag auf die Ostalb. Wie geil wäre es denn, nach zuvor 13 Jahren ohne Sieg direkt zwei Mal in 4 Monaten in Heidenheim zu gewinnen? Bis Sonntag!

 

SV Sandhausen-Borussia Mönchengladbach

Mal wieder bekamen wir im Pokal nicht den Wunschgegner aus dem Kraichgau zugelost, dafür sollte der Europa-League-Teilnehmer aus Mönchengladbach im geliebten Hardtwaldstadion gastieren. Ungeachtet der klaren Außenseiterrolle freuten wir uns sehr auf diesen überaus attraktiven Gegner. Bereits drei Stunden vor (geplantem) Spielbeginn waren mehrere Vertreter unserer Gruppe im Stadion um die Choreographie entsprechend herzurichten. Allerdings sollte es bei besagten drei Stunden nicht bleiben, da das drohende Gewitter samt Starkregen ausgerechnet um kurz nach 20 Uhr über Sandhausen halt machte. Ein paar bedrohlich nahe Blitzeinschläge und Party-Hits über die Stadionlautsprecher später konnte die Partie schließlich mit über 45 Minuten Verspätung angepfiffen werden. Zum Glück ließ auch der Wind wieder etwas nach, sodass wir unsere Choreo ohne negative äußere Einflüsse durchführen konnten. So erstreckten sich insgesamt fünf schwarz und weiß gestreifte Blockfahnen über den A4, das thematisch passende Spruchband („Schwarz und Weiß für die Ewigkeit“) und die Taschenuhr mit den Buchstaben für „Sportverein“ statt der entsprechenden Uhrzeiten komplettierten die Aktion. Leider wurden die verschiedenen, aufgrund der Bauträger im Block benötigten, Blockfahnen nicht synchron genug hochgezogen, weshalb das Gesamtbild etwas verzogen wurde. Die Motivation der Fans im A4 wurde dadurch aber überhaupt nicht gehemmt und wir starteten mit einem für den Rahmen angemessen und für unsere Verhältnisse starken Support in die Partie. Dies fiel uns auch aber auch nicht allzu schwer, denn die Jungs auf dem Platz überzeugten ab der ersten Sekunde und nahmen direkt das Heft in die Hand. Leider konnte die Borussia allerdings zu diesem Zeitpunkt durchaus unerwartet in der 19. Minute in Führung gehen. Trotz eines ordentlichen Power-Plays unseres Teams vor der Halbzeitpause, ging es mit 0:1 in die Kabine. Zu Beginn des zweiten Durchganges machte der Gladbacher Anhang durch eine starke Pyro-Show unter dem Motto „Betretungsverbote abfackeln“ auf sich aufmerksam. Zur Erklärung: wenige Tage vor dem Spiel erhielten einige Fans der Fohlen Post von der Gemeinde Sandhausen. In diesem Schreiben hieß es, dass gegen die entsprechende Person aufgrund früherer Auffälligkeiten in Verbindung mit Fußballspielen ein Betretungsverbot für unser Dorf ausgesprochen wurde. Da Fußballfans heutzutage sehr schnell in eine Datei der Staatsmacht reinrutschen können (getreu dem Motto „zur falschen Zeit am falschen Ort“), sind solche Verbote in vielen Fällen sehr kritisch zu hinterfragen. Neben der Pyroshow konnten sich die Fans im Gästebereich aber nur sehr selten gegenüber vieler Gästeauftritte anderer Zweitligisten im HWS auszeichnen. Uns kann‘s recht gewesen sein und so gaben wir weiter alles, um die Mannschaft in Durchgang zwei zum Ausgleich zu treiben. Die Jungs spielten sogar noch etwas stärker als in der ersten Halbzeit und kamen zu einigen guten Chancen, doch am Ende war die Qualität des gegnerischen Torhüters Yann Sommer zu groß und es blieb leider beim 0:1. Die Hoffnung auf die Überraschung und den Einzug in die zweite Runde war zwar kaputt, dennoch konnten wir mehr als nur zufrieden mit diesem Pokalabend sein. Für die sehr starke Leistung gegen ein Topteam der Bundesliga holte sich die Mannschaft völlig zurecht nach Abpfiff viel Beifall ab. Vielleicht platzt ja im nächsten Ligaspiel der Knoten, wenn es zum dritten Freitagsspiel nacheinander im Hardtwaldstadion gegen den Club aus Nürnberg geht. Bis dann!

SV Sandhausen-VfL Osnabrück

Nach dem Punktgewinn im Auftaktspiel in Kiel stand am Freitagabend das erste Heimspiel der Saison an. Für den Gast aus Osnabrück sollte es das erste Auswärtsspiel in der zweiten Liga seit 8 Jahren sein. Pünktlich im Stadion, erblickte unser neues Heimbanner zum ersten Mal das wunderschöne Hardtwaldstadion. Während das Logo der Szene 1916 die zwei Worthälften „SAND“ und „HAUSEN“ trennt, werden die Buchstaben von der “Skyline“ untermalt. Aber damit nicht genug: Da das das neue große Heimbanner seinen Platz am Zaun des A4 findet, rückt an die Stelle des bisherigen Szenebanners ein neues Graffiti-Banner mit dem Gründungsjahr und Camouflage-Hintergrund an den Wellenbrecher vor dem Capo-Podest. Des Weiteren wurden neben dem Anbringen der zwei neuen Banner vor dem Spiel auch Choreospenden gesammelt (bereits jetzt schonmal vielen Dank an jeden, der sich durch Spenden beteiligt hat!) und die neuen „1916“-Shirts unter dem A4 verkauft. Schön zu sehen, wie viele Fans bereits jetzt den Weg mit neuem Shirt in die Stehblöcke fanden. Nach dem Einlaufen der beiden Mannschaften wurde das erste Heimspiel mit einem Chaos-Intro im A4 eröffnet. So gaben Wurfrollen, Konfetti, Doppelhalter und Fahnen ein gelungenes Bild ab. Sicherlich war auch diese Aktion ein Grund für die sehr ordentliche Stimmung zu Beginn des Spieles. Weniger stark starteten unsere Jungs auf dem Platz, doch sie konnten sich nach überstandener Anfangsphase in die Partie kämpfen. Leider wurden sämtliche Chancen – teils kläglich – vergeben und so ging es torlos in die Kabine. Der Osnabrücker Anhang erwischte einen guten Start in die Partie und konnte in der ersten Phase des Öfteren auf sich aufmerksam machen. Leider blieb eine Aktion zu Beginn des Spieles aber aus und auch der Support verflachte mit fortschreitender Spieldauer. Nachdem Förster in der 70. Minute lediglich den Pfosten traf, verlor unsere Mannschaft zunehmend den Faden. Die Konsequenz folgte wenig später in Form des Führungstreffers für die Gäste. Während die etwa 500 Fans in lila und weiß feierten, versuchten wir die Mannschaft wenigstens zum Ausgleichstreffer zu pushen, doch vergeblich. Nach Abpfiff erfuhren einige individuell – der Fanszene angehörigen – Anhänger aus Niedersachsen, dass man sich auch in Sandhausen nicht mehr alles erlauben sollte. Letztendlich halb so wild, was zählt ist der Blick auf’s Sportliche: Alles in Allem stehen wir nun mit nur einem Punkt aus zwei Spielen nicht gerade optimal da, einen ähnlich schwachen Auftakt wie in der letzten Saison gilt es auf jeden Fall zu vermeiden. Viele gute Ansätze lassen aber auf erfolgreichere kommende Wochen hoffen. Vielleicht gelingt uns ja schon nächsten Freitag der erste richtige Erfolg in dieser Saison, wenn es zum Pokalduell mit dem Hammerlos Borussia Mönchengladbach kommt…? Bis dann!