SV Sandhausen-Borussia Mönchengladbach

Mal wieder bekamen wir im Pokal nicht den Wunschgegner aus dem Kraichgau zugelost, dafür sollte der Europa-League-Teilnehmer aus Mönchengladbach im geliebten Hardtwaldstadion gastieren. Ungeachtet der klaren Außenseiterrolle freuten wir uns sehr auf diesen überaus attraktiven Gegner. Bereits drei Stunden vor (geplantem) Spielbeginn waren mehrere Vertreter unserer Gruppe im Stadion um die Choreographie entsprechend herzurichten. Allerdings sollte es bei besagten drei Stunden nicht bleiben, da das drohende Gewitter samt Starkregen ausgerechnet um kurz nach 20 Uhr über Sandhausen halt machte. Ein paar bedrohlich nahe Blitzeinschläge und Party-Hits über die Stadionlautsprecher später konnte die Partie schließlich mit über 45 Minuten Verspätung angepfiffen werden. Zum Glück ließ auch der Wind wieder etwas nach, sodass wir unsere Choreo ohne negative äußere Einflüsse durchführen konnten. So erstreckten sich insgesamt fünf schwarz und weiß gestreifte Blockfahnen über den A4, das thematisch passende Spruchband („Schwarz und Weiß für die Ewigkeit“) und die Taschenuhr mit den Buchstaben für „Sportverein“ statt der entsprechenden Uhrzeiten komplettierten die Aktion. Leider wurden die verschiedenen, aufgrund der Bauträger im Block benötigten, Blockfahnen nicht synchron genug hochgezogen, weshalb das Gesamtbild etwas verzogen wurde. Die Motivation der Fans im A4 wurde dadurch aber überhaupt nicht gehemmt und wir starteten mit einem für den Rahmen angemessen und für unsere Verhältnisse starken Support in die Partie. Dies fiel uns auch aber auch nicht allzu schwer, denn die Jungs auf dem Platz überzeugten ab der ersten Sekunde und nahmen direkt das Heft in die Hand. Leider konnte die Borussia allerdings zu diesem Zeitpunkt durchaus unerwartet in der 19. Minute in Führung gehen. Trotz eines ordentlichen Power-Plays unseres Teams vor der Halbzeitpause, ging es mit 0:1 in die Kabine. Zu Beginn des zweiten Durchganges machte der Gladbacher Anhang durch eine starke Pyro-Show unter dem Motto „Betretungsverbote abfackeln“ auf sich aufmerksam. Zur Erklärung: wenige Tage vor dem Spiel erhielten einige Fans der Fohlen Post von der Gemeinde Sandhausen. In diesem Schreiben hieß es, dass gegen die entsprechende Person aufgrund früherer Auffälligkeiten in Verbindung mit Fußballspielen ein Betretungsverbot für unser Dorf ausgesprochen wurde. Da Fußballfans heutzutage sehr schnell in eine Datei der Staatsmacht reinrutschen können (getreu dem Motto „zur falschen Zeit am falschen Ort“), sind solche Verbote in vielen Fällen sehr kritisch zu hinterfragen. Neben der Pyroshow konnten sich die Fans im Gästebereich aber nur sehr selten gegenüber vieler Gästeauftritte anderer Zweitligisten im HWS auszeichnen. Uns kann‘s recht gewesen sein und so gaben wir weiter alles, um die Mannschaft in Durchgang zwei zum Ausgleich zu treiben. Die Jungs spielten sogar noch etwas stärker als in der ersten Halbzeit und kamen zu einigen guten Chancen, doch am Ende war die Qualität des gegnerischen Torhüters Yann Sommer zu groß und es blieb leider beim 0:1. Die Hoffnung auf die Überraschung und den Einzug in die zweite Runde war zwar kaputt, dennoch konnten wir mehr als nur zufrieden mit diesem Pokalabend sein. Für die sehr starke Leistung gegen ein Topteam der Bundesliga holte sich die Mannschaft völlig zurecht nach Abpfiff viel Beifall ab. Vielleicht platzt ja im nächsten Ligaspiel der Knoten, wenn es zum dritten Freitagsspiel nacheinander im Hardtwaldstadion gegen den Club aus Nürnberg geht. Bis dann!

SV Sandhausen-VfL Osnabrück

Nach dem Punktgewinn im Auftaktspiel in Kiel stand am Freitagabend das erste Heimspiel der Saison an. Für den Gast aus Osnabrück sollte es das erste Auswärtsspiel in der zweiten Liga seit 8 Jahren sein. Pünktlich im Stadion, erblickte unser neues Heimbanner zum ersten Mal das wunderschöne Hardtwaldstadion. Während das Logo der Szene 1916 die zwei Worthälften „SAND“ und „HAUSEN“ trennt, werden die Buchstaben von der “Skyline“ untermalt. Aber damit nicht genug: Da das das neue große Heimbanner seinen Platz am Zaun des A4 findet, rückt an die Stelle des bisherigen Szenebanners ein neues Graffiti-Banner mit dem Gründungsjahr und Camouflage-Hintergrund an den Wellenbrecher vor dem Capo-Podest. Des Weiteren wurden neben dem Anbringen der zwei neuen Banner vor dem Spiel auch Choreospenden gesammelt (bereits jetzt schonmal vielen Dank an jeden, der sich durch Spenden beteiligt hat!) und die neuen „1916“-Shirts unter dem A4 verkauft. Schön zu sehen, wie viele Fans bereits jetzt den Weg mit neuem Shirt in die Stehblöcke fanden. Nach dem Einlaufen der beiden Mannschaften wurde das erste Heimspiel mit einem Chaos-Intro im A4 eröffnet. So gaben Wurfrollen, Konfetti, Doppelhalter und Fahnen ein gelungenes Bild ab. Sicherlich war auch diese Aktion ein Grund für die sehr ordentliche Stimmung zu Beginn des Spieles. Weniger stark starteten unsere Jungs auf dem Platz, doch sie konnten sich nach überstandener Anfangsphase in die Partie kämpfen. Leider wurden sämtliche Chancen – teils kläglich – vergeben und so ging es torlos in die Kabine. Der Osnabrücker Anhang erwischte einen guten Start in die Partie und konnte in der ersten Phase des Öfteren auf sich aufmerksam machen. Leider blieb eine Aktion zu Beginn des Spieles aber aus und auch der Support verflachte mit fortschreitender Spieldauer. Nachdem Förster in der 70. Minute lediglich den Pfosten traf, verlor unsere Mannschaft zunehmend den Faden. Die Konsequenz folgte wenig später in Form des Führungstreffers für die Gäste. Während die etwa 500 Fans in lila und weiß feierten, versuchten wir die Mannschaft wenigstens zum Ausgleichstreffer zu pushen, doch vergeblich. Nach Abpfiff erfuhren einige individuell – der Fanszene angehörigen – Anhänger aus Niedersachsen, dass man sich auch in Sandhausen nicht mehr alles erlauben sollte. Letztendlich halb so wild, was zählt ist der Blick auf’s Sportliche: Alles in Allem stehen wir nun mit nur einem Punkt aus zwei Spielen nicht gerade optimal da, einen ähnlich schwachen Auftakt wie in der letzten Saison gilt es auf jeden Fall zu vermeiden. Viele gute Ansätze lassen aber auf erfolgreichere kommende Wochen hoffen. Vielleicht gelingt uns ja schon nächsten Freitag der erste richtige Erfolg in dieser Saison, wenn es zum Pokalduell mit dem Hammerlos Borussia Mönchengladbach kommt…? Bis dann!

Holstein Kiel-SV Sandhausen

Nach 2.5 Monaten sollte es am vergangenen Samstag endlich wieder los gehen! Zum Saisonauftakt führte uns der Weg – wie schon vor 2 Jahren – nach Kiel. Mit knapp 700 Kilometer Strecke erwartete uns zu Beginn direkt das weiteste Auswärtsspiel. Zwar war die Vorfreude auf die neue Saison riesig und wurde mit einer ordentlichen Portion Hoffnung auf eine erfolgreichere Spielzeit untermalt, die Anzahl an Auswärtsfahrern ließ dennoch leider zu wünschen übrig. So machten wir uns in aller Frühe mit einem Bus auf den Weg in den hohen Norden. Während beim einen oder anderen die Vorfreude durch ausgelassene Stimmung direkt zum Ausdruck kam, waren in den Morgenstunden auch noch ein paar geschlossene Augenpaare im Bus zu entdecken. Doch nur wenige Stunden später sollte die positive Laune schließlich bei jedem Fahrgast ankommen. Diese erfuhr allerdings rund um Hannover einen ersten harten Dämpfer: Stau. Ein kurzer Blick auf Google Maps offenbarte weitere Staus auf den nächsten etwa 200 Kilometern. So wurde uns im Laufe des Mittags schnell klar, dass wir nicht rechtzeitig zum Holstein-Stadion gelangen würden. Pünktlich um 15:30 Uhr wurde das Datenvolumen einer unserer Jungs auf die Probe gestellt und Sky Go geöffnet. Obwohl aufgrund der Situation alle ziemlich angepasst waren, schallten der Jubel und anschließende Gesänge nach dem frühen Führungstreffer in der vierten Spielminute lauthals durch den Bus. Zu diesem Zeitpunkt waren wir noch etwa 30 Kilometer vom Stadion entfernt. Pünktlich mit etwa 43 Minuten Verspätung erreichten wir den Gästeblock, sodass wir sogar noch die letzte Minute der Nachspielzeit des ersten Durchganges im Auswärtsblock gucken konnten. Geil! Passend zur geringen Anzahl an mitgereisten Fans, begleitete uns auch nur wenig Material nach Schleswig-Holstein, wodurch dieses ohne Probleme in der Halbzeitpause an den Zaun angebracht werden konnte. Obwohl der weiterhin vorherrschenden schlechten Laune bei uns, entschlossen wir uns dazu, mit den uns geringen zur Verfügung stehenden Mitteln in Halbzeit zwei Vollgas zu geben. Durch ununterbrochen Fahneneinsatz und ein paar Gesangseinlagen konnten wir wenigstens etwas auf uns aufmerksam machen. Die Aktiven, die da waren, haben jedenfalls alles gegeben. Mehr konnten wir als Gruppe in diesem Spiel nicht beeinflussen. Die gute Laune des Vormittags kam jedenfalls langsam aber sicher zurück. Wie das an einem solchen Tag dann aber halt leider ist, sieht man das einzige eigene Tor nur im Bus und muss sich nach mehreren vergebenen Chancen unserer Jungs den Ausgleich der Störche im Stadion ansehen. Am Ende können wir froh sein, dass unser Team immerhin einen Punkt erobern konnte. Ohne weitere erwähnenswerte Vorkommnisse saßen wir auch schon wieder im Bus. Den hatten wir natürlich in der letzten Stunde schon etwas vermisst. Schnell waren wir wieder aus Kiel draußen und auch schon an Hamburg vorbei. Während später das Rot am Horizont langsam immer mehr an Farbe verlor, gab sich die eine Hälfte des Busses mit Musik über In-Ears und Lektüre über polnische Ultras zufrieden. Überraschte Blicke wurden zu dieser Zeit dann der anderen Hälfte des Busses gewidmet, als ihnen plötzlich eine Mischung aus Klassikern der 80er und Malle-Hits entgegen schallten. Wie auch immer erreichten wir letztendlich todmüde um kurz nach 02:00 Uhr unser geliebtes Dorf. Obwohl wir nun insgesamt 19 Stunden (abzüglich Pausen) im Bus verbrachten um 45 Minuten Fußball im Stadion zu genießen, war es doch letztendlich mal wieder eine coole Fahrt, die durchaus Bock auf die neue Runde macht. Unter der Woche muss nun noch das ein oder andere Projekt der Sommerpause in den letzten Zügen vollendet werden, ehe wir am Freitagabend den Aufsteiger aus Osnabrück im Hardtwaldstadion begrüßen dürfen.

Auf diesem Wege bereits der Aufruf: am Freitag alle in weiß ins Stadion!

Bis dann.

Alle in Weiß


++ Am Freitag gegen Osnabrück alle in weiß ins Hardtwaldstadion ++

Passend zu diesem Motto verkaufen wir unter dem A4 die letzten Exemplare der neuen 1916 Shirts. Kosten: 15€, wovon ein Teil des Erlöses an einen gemeinnützigen Zweck gespendet wird. Neubestellungen folgen in den nächsten Wochen.

Weiterhin kann es nur gemeinsam gehen!

 

SSV Jahn Regensburg-SV Sandhausen

„Scheiße Mann, ich hab kein Bock auf Relegation“. Trotz der Serie zuvor mit acht Spielen ohne Niederlage, wurde es für uns nach der Niederlage gegen Bielefeld nochmal richtig eng: 2 Punkte und ein leicht besseres Torverhältnis trennten uns vom Verfolger aus der Audistadt. Also: Zittern angesagt. Schon vor Wochen stand für uns fest, mit dem Umfeld einen eigenen Bus für dieses hoffentlich letzte Auswärtsspiel nach Regensburg zu organisieren. Die erste beschissene Nachricht gab es dann schon vor Abfahrt: SKBs am Bustreffpunkt. Der ein oder andere war zwar noch davon überzeugt, dass selbst unsere Zivilpolizisten sonntags etwas besseres zu tun hätten, als stundenlang einen Bus zu verfolgen. Doch leider kam es genau so. Ausgerechnet kurz vor der Raststätte, für die wir den Treffpunkt mit rund 30 Freunden aus Aalen ausgemacht hatten, verloren die Insassen des schicken „Benzer“ uns für einen Moment aus den Augen und verpassten die Ausfahrt. An sich tendenziell schon extrem peinlich. Kurz darauf wurden wir dann allerdings von mehreren Kastenwägen auf der Autobahn empfangen. Man könnte meinen, die Polizei möchte, dass wir uns langsam aber sicher immer etwas wichtiger fühlen. Viel zu früh erreichten wir so in Begleitung den Gästeparkplatz, auf dem dann noch das ein oder andere Bier verköstigt werden sollte. Der direkt am Parkplatz vorbeischlendernde Mob der Ultras Regensburg sorgte immerhin kurzzeitig für etwas Unterhaltung, aber irgendwie sehen die auf Bildern immer besser aus… Etwa eine Stunde vor Spielbeginn konnten wir dann endlich in den Gästeblock, in dem sich immerhin über 500 Fans aus der Kurpfalz einfanden. Schnell war klar: heute wird’s heiß im Block. So wurde „1,2,3 – oberkörperfrei“ kurzerhand zum Motto in den ersten Reihen ausgerufen. Ähnlich heiß starteten unsere Jungs auf dem Platz in die Partie und konnten schon nach fünf Minuten in Führung gehen. Die Glücksgefühle steigerten sich noch, als die Nachricht über die Führung der Heidenheimer auf den Handys aufblitzte. Auf unseren Oberkörpern eine Mischung aus viel zu viel Schweiß und verschütteten Bier, ging es mit einem (schmeichelhaften) 1:1 in die Pause. Die Pause kam also auch für uns Fans ganz gut gelegen… Der Regensburger Anhang war zwar akustisch nicht zu vernehmen, doch die starke Mitmachquote hinter dem Tor ließ auf eine dennoch sehr ordentliche Stimmung schließen. Nach den ersten 45 Minuten lag Ingolstadt gar mit 2:0 hinten, doch für allzu viel Freude war es noch zu früh. 30 Minuten nach Wiederanpfiff lagen wir hinten und Ingolstadt konnte ausgleichen. Fuck, so eng muss es doch echt nicht mehr werden… Wir versuchten alles, um die Mannschaft zum Ausgleich zu treiben. Kurz nach der erneuten Führung von Heidenheim gelang es unseren Jungs zum Glück auch. Kurz tief durchatmen und dann in den Eskalations-Modus übergehen. Die Mannschaft ließ sich nach Abpfiff absolut verdient feiern – eine unglaubliche Ausbeute von 21 Punkten aus den letzten zehn Spielen sollte letztendlich für den Klassenerhalt sorgen. Im Nachhinein wurde die Feierei mit dem Team etwas durch den Anblick des Gegners getrübt: trotz des aktuelleren Anlasses unsererseits, blieb die Regensburger Mannschaft deutlich länger bei ihren Fans als unsere Jungs. Dafür ließen sich unsere Männer aber noch am späten Abend bei Erreichen der Heimat feiern. Nachdem sich die Abfahrt unseres Busses aus Regensburg ziemlich verzögerte, erreichten wir die geliebte Heimat erst wenige Minuten vor der Mannschaft. Hunderte weitere Fans waren aber schon länger in Sandhausen und warteten sehnsüchtig auf unsere Helden der Rückrunde. Schnell wurden noch ein paar Bengalos organisiert und so wurde noch lange vor dem Stadion gefeiert. Seit dem ersten Erwähnen des Mottos im Bericht zum Heimspiel gegen Fürth kurz vor Weihnachten, habe ich mich darauf gefreut, endlich am Ende des Berichts schreiben zu können: Wir haben es gemeinsam unten raus geschafft. Es geht eben nur gemeinsam. Bis Juli. 

SV Sandhausen-DSC Arminia Bielefeld

Nach dem Erfolg in Heidenheim ging es am Sonntag gegen die Arminia aus Bielefeld. Acht Spiele ohne Niederlage zuvor gaben uns genug Anlass, an den benötigten Punktgewinn zum Klassenerhalt zu glauben. Das letzte Heimspiel der Saison hat den schönen Vorteil, mal nicht wegen des Treffpunkts früher aufstehen zu müssen. So starteten wir mit viel Power auf den Rängen ins Spiel. Unsere Mannschaft tat es uns leider nicht nach und musste schon zur Pause einen 0:2 Rückstand hinnehmen. Da wir in den letzten Wochen gerne mal einen Rückstand aufgeholt haben, bestand durchaus noch Hoffnung in unsere Jungs, das Spiel doch noch zu drehen. Aber Bielefeld spielte cleverer und entschied die Partie 20 Minuten vor Ende für sich. Seit Langem gelang es uns, selbst nach einem klaren Rückstand, der Mannschaft den nötigen Rückhalt zu geben und die Köpfe wieder ein Stück weit nach oben zu richten. Den nötigen Rückhalt für ihre Jungs gab auch der Bielefelder Anhang. Mit dem Zug angereist, feierten circa 1400 Fans aus Ostwestfalen den schon sicheren Klassenerhalt mit ordentlichem akustischen und optischen Support. Nach dem ersten selbstverschuldeten Rückschlag im Abstiegskampf seit Anfang März, stehen wir am letzten Spieltag in Regensburg ordentlich unter Druck. Die Mannschaft braucht dort jeden Einzelnen! Deshalb: Gemeinsam unten raus!

1.FC Heidenheim vs SV Sandhausen

Nach dem bitteren DFB-Pokal Spiel Ende Oktober führte uns der Weg am Samstag zum zweiten Mal in dieser Saison nach Heidenheim. Trotz der miserablen Statistik in den Duellen im hässlichen Teil der Ostalb, stimmte uns die aktuelle Form unserer Jungs durchaus positiv. So begab sich ein Großteil der aktiven Fanszene mit PKWs und einem guten Gefühl im Gepäck in Richtung Voith-Arena. Nach einem kurzen Zwischenstopp um unsere Freunde aus Aalen zu empfangen, erreichten wir das Stadion ohne große Vorkommnisse fast zeitgleich mit den zwei Fanbussen. Sehr schade, dass sich zu diesem Spiel wieder nur Fans für zwei Busse aufgerafft haben, wo es bei den letzten beiden Auswärtsspielen doch für fünf, beziehungsweise sogar sechs Busse ausgereicht hatte. Aber in Sandhausen besteht wohl eine allgemeine Hingabe zum Kostenlosem, was durch das Auftreten mancher Fans in den grünen Marketing-Hüten noch bestärkt wurde. Jedenfalls scheint unsere Mannschaft die anwesenden Fans momentan einfach nur belohnen und die abwesenden bestrafen zu wollen. So holten unsere Jungs zwei Mal einen Rückstand auf, ehe sie in der 69. Minute gar in Führung gehen konnten. Durch ein cleveres Auftreten in den letzten 20 Minuten konnten wir somit den ersten Sieg seit 13 verdammten Jahren in Heidenheim feiern. Während unser Gästeblock vor allem in Durchgang eins nicht ganz an die letzten beiden Auftritte beim Rivalen anknüpfen konnte, war spätestens nach dem Ausgleich und dem direkt darauffolgenden Führungstreffer Eskalation angesagt. Trotz der überragenden spielerischen Leistungen der Heidenheimer in dieser Saison und den damit sogar noch vorhandenen Hoffnungen auf den Aufstieg (zumindest bis vor dem Spiel, haha), bot der Heimbereich keine wirkliche Euphorie-Atmosphäre. Akustisch waren Fanatico Boys und Co. lediglich gegen Ende der Halbzeitpause zu vernehmen, als gegen Aalen gepöbelt wurde. Optisch wurde wenigstens durch den Schreibfehler in der Choreographie auf sich aufmerksam gemacht, während die Spruchbänder gegen den VfR fast so unkreativ waren, wie die Aktion samt Video unter der Woche.Aber konzentrieren wir uns wieder auf uns. Noch während der unkomplizierten Heimreise (ohne Navi ;)) wurde der Rest der Saison durchkalkuliert. Aufgrund der ebenso bestechenden Form der Ingolstädter, ist es notwendig, dass wir uns noch einen Punkt erkämpfen. Ein letztes Mal in dieser Saison müssen wir also am Sonntag gegen Bielefeld im geliebten Hardtwaldstadion nochmal alles geben, um nach Abpfiff gemeinsam den Klassenerhalt zu feiern. Bis Sonntag!

SV Sandhausen-Holstein Kiel

Am Samstag stand nach dem Punktgewinn in Duisburg das nächste Duell im Endspurt um den Klassenerhalt auf dem Programm. Mit Holstein Kiel empfingen wir ein Team im heimischen Hardtwaldstadion, das durchaus noch ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden hatte. Und das bekamen wir in der Anfangsphase der Partie auch zu spüren: die Störche legten ordentlich los und gingen schon in der 6. Minute durchaus verdient in Führung. Doch die gute Laune bei den rund 250 mitgereisten Fans aus dem Norden im Gästeblock (ja liebe Kieler, bei uns dürfen die Gästefans sogar im Gästeblock stehen) sollte schnell wieder verfliegen. Innerhalb von fünf Minuten drehten unsere Jungs die Partie und waren so schon in der 22. Minute in Führung. Die Kieler glichen zwar noch vor dem Halbzeitpfiff aus, doch schon kurz nach Beginn des zweiten Durchganges setzte Zhirov per Kopf den entscheidenden Treffer zum Sieg. Getrieben von der Hoffnung auf den nächsten so wichtigen Dreier im Keller, erwischten wir auch in Hälfte zwei eine ordentliche Leistung auf den Rängen. Langsam könnten wir uns dann auch echt an die ausgelassene Stimmung beim Feiern der Mannschaft gewöhnen. Doch nicht alles nach den 90 Minuten war zum Feiern: Leider passen Spiele gegen Kiel und professionelle Leistungen der Ordner im Stadion wohl einfach nicht zusammen. Doch einen kurzen Polizeieinsatz und ein paar rote Augen später beruhigte sich die Situation weit nach Abpfiff der Partie wieder. Unnötig. Aber zurück zum Sportlichen: Um auch nächste Woche nach der Partie mit der Mannschaft jubeln zu können, müsste am Samstag in Heidenheim statistisch gesehen schon fast ein Wunder geschehen. Doch momentan scheint bei der Mannschaft alles möglich zu sein. Um sie ein bisschen weiter Richtung Klassenerhalt zu pushen, müssen wir in Heidenheim alles geben. Jeder Einzelne ist gefragt! Gemeinsam unten raus!

MSV Duisburg-SV Sandhausen

Am Samstagmorgen führte uns die Reise unserem geliebten Sportverein hinterher mal wieder in das Ruhrgebiet. So begaben wir uns um 07:00 Uhr mit sieben Bussen und einigen PKW’s zum Tabellenletzten nach Duisburg. Nach zuletzt überragenden 13 Punkten aus fünf Spielen, war die Hoffnung auf einen Auswärtssieg bei den mitreisenden Fans greifbar. Pünktlich in Duisburg angekommen, schallte lautstark „Hurra, Hurra, die Sandhäuser sind da“ weit über das Stadiongelände hinaus. Dementsprechend gut gelaunt starteten die gut 450 Sandhäuser hinter dem „Gemeinsam unten raus“-Banner mit ordentlicher Lautstärke in’s Spiel. In der 28. Minute wurden wir von Andrew Wooten belohnt, der unsere Jungs nach einer bislang eher durchwachsenen Partie in Führung schoss. Nach Wiederanpfiff bot sich erneut ein ähnliches Bild: kein allzu ansprechend hohes Spielniveau, aber ein eiskalter Andrew Wooten, der unseren Block in der 62. Minute mit einem verwandelten Elfmeter zum 0:2 in Ekstase versetzte. Während sich die Mitmachquote im Gästebereich dadurch nochmal um 5-10% nach oben schraubte, fiel sie beim Duisburger Anhang auf den Tiefpunkt. Doch unsere „3. Liga nie mehr“-Gesänge sollten wenig später nochmal einen Dämpfer erfahren. Völlig unnötig verlor unsere Mannschaft in den letzten 20 Minuten die Kontrolle über das Spiel und schenkte dem Tabellenletzten kurz vor Schluss durch ein Handspiel im Strafraum einen Punkt. Dann  nun doch wieder angepeitscht von den Fans in blau weiß, waren die Duisburger dem Sieg in den letzten Minuten sogar näher als wir. Dennoch können wir insgesamt mit einem Punkt zufrieden sein und ließen das unseren Jungs auf dem Rasen nach Schlusspfiff auch spüren. Nach einer unproblematischen Heimreise, erreichten wir in der Abenddämmerung unsere geliebte Heimat. Am Samstag müssen gegen Kiel unbedingt die nächsten Punkte folgen. Weder die Mannschaft, noch wir dürfen jetzt nachlassen! Gemeinsam unten raus!