Stellungnahme zum Auswärtsspiel in Kiel

Mit einigen Tagen Abstand zu den Ereignissen am Samstag in Kiel möchten wir die Chance nutzen, unsere Sicht der Dinge darzustellen. Unsere Sicht der Dinge vor allem darzustellen, um auch in Sandhausen auf die Probleme im Umgang mit Fußballfans aufmerkmsam zu machen und ähnliches in Zukunft zu vermeiden.
Nach gut 700 Kilometern (!) und etwa 9 Stunden (!) Autobahn trafen wir mit einem Neuner im hohen Norden ein. Erste beschissene Nachricht: Wir dürfen nicht in den Gästeblock, zu wenig Auswärtsfans seien vor Ort. Stattdessen wurde dieser für Heimfans freigegeben. Dem aufmerksamen Sky-Zuschauer mag aufgefallen sein, dass der Block dennoch nur sehr spärlich bevölkert war. Für knapp über 100 Kieler einen Gästeblock des eigentlichen Zwecks zu entfremden ist hierbei mehr als fraglich. Ohne groß zu meckern, begaben wir uns eben in ein Eck der Haupttribüne, wo ein kleiner Bereich für uns abgesperrt werden sollte. Viele ahnungslose Ordner und ein somit komplizierter Kauf der Tickets später, konnten wir endlich in den definitiv nicht auswärtsfangerechten Bereich. Trotz der bis dahin schon ärgerlichen Umstände sangen wir gut gelaunt ein paar Lieder zur Einstimmung auf das Spiel. Leider kam dies bei einem ebenfalls angereisten SVS-Fan überhaupt nicht gut an, was wir durch lautstarke Beleidigungen seinerseits deutlich zu spüren bekamen. Aber halb so wild – geht man halt zu der Person und stellt sie zur Rede. Obwohl dies unproblematisch und auf kommunikativer Ebene geschah, witterten die Ordnungskräfte Gefahr und schritten ein. Daraufhin wollten sie einen unserer Jungs des Blockes verweisen, obwohl er mit beschriebener Szene keinen direkten Zusammenhang hatte. Natürlich versuchten wir dies zu verhindern – ein kleines Handgemenge später setzte sich die Security allerdings durch und begleitete betroffene Person grundlos aus dem Block. Der Rest solidarisierte sich mit ihm und verließ den Block ohne groß zu zögern ebenso. Die anschließende verbale Äußerung unseres Unmuts gegenüber der Ordner kam bei ihnen überhaupt nicht gut an. Nach dem Versuch uns wegzuschubsen, kamen Polizisten hinzu und vereint wurde mit einer ordentlichen Portion Gewalt gegen uns vorgegangen. Drei der neun betroffenen Fans erlitten Verletzungen durch unseren Freund und Helfer, einer von ihnen durch komplett unverhältnismäßigen Einsatz von Pfefferspray. Nicht genug: Direkte sanitäre Hilfe für betroffene Person wurde unterbunden und ließ somit mehrere Minuten auf sich warten. Nach mehreren Fotos und Aufnahme der Personalien durften wir mit Begleitung die Heimreise antreten.
Alles in allen sind wir also über 1300 Kilometer an einem Tag gefahren, um knapp zehn Minuten vom Spiel zu sehen, drei nicht unerhebliche Verletzungen einzustecken, zwei kurzzeitige Festnahmen(!) hinnehmen zu müssen und in den nächsten Wochen große Vorfreude auf einen Brief vom Staat zu haben. An dieser Stelle möchten wir öffentlich dem Verein danken, der uns seine Hilfe in dieser Angelegenheit direkt zusicherte.

SV Sandhausen-MSV Duisburg

Nach drei Auswärtsspielen in Folge stand am Freitagabend endlich mal wieder eine Partie in unserem geliebten Hardtwaldstadion an. Die immense Bedeutung des Spiels gegen den Meidericher Sportverein aus Duisburg muss bei Blick auf die aktuelle Tabellensituation wohl nicht näher erklärt werden.

Der erhoffte kleine Befreiungsschlag von den direkten Abstiegsplätzen blieb uns leider verwährt. In einer nicht allzu hochklassigen Partie hatten unsere Jungs zwar genug gute Chancen, doch am Ende heißt es wohl: Wenn man kein Glück hat, kommt auch noch Pech dazu. So stand nach 90 Minuten die Null auf beiden Seiten
der Anzeigetafel. Unser fast ununterbrochener Support setzte sich zwar auch in diesem Spiel fort, wirklich auf uns aufmerksam machen konnten wir allerdings nicht. Sehr ähnlich sah es bei unseren Gästen aus dem Ruhrgebiet aus. Beiden Seiten war die momentane sportliche Situation und die zeitliche Ansetzung der Partie anzumerken.

Eine positive Meldung haben wir immerhin noch: Bei unserer Spendenaktion für die Choreographie kam ein ordentlicher dreistelliger Betrag heraus. Vielen Dank an jeden Einzelnen, der sich daran beteiligt hat!

In der anstehenden Länderspielpause hat unser neuer Trainer endlich die Gelegenheit, die Mannschaft in Ruhe auf die kommenden Wochen einzustellen. Am Samstag (24.11.) geht es dann zum weitesten Auswärtsspiel der Saison nach Kiel. Drei Punkte müssen her. In diesem Sinne: Gemeinsam unten raus!

FC Heidenheim-Sv Sandhausen//SG Dynamo Dresden-Sv Sandhausen

Nach dem Ausscheiden in der ersten Runde in der letzten Saison, hofften wir dieses Jahr auf eine deutlich bessere Pokal-Runde. So machten sich rund 250 SVS-Fans voller Zuversicht am Dienstagabend auf den Weg auf die Ostalb.
Leider wurde diese Zuversicht ziemlich schnell durch die Leistung unserer Jungs zunichte gemacht. So lagen wir bereits nach 20 Minuten mit 2:0 hinten. Auch wenn die Mannschaft alles versuchte, um nochmal ranzukommen, mussten wir uns am Ende deutlich mit 3:0 geschlagen geben. Scheiße. Eine deutlich bessere Leistung legten wir im Gästeblock hin. Zu Beginn gab es wieder ein kleines pyrotechnisches Intro mit schwarzem Rauch und Blinkern, wobei die Blinker – so selbstkritisch müssen wir sein – den gewünschten Effekt nicht ganz erbrachten. Trotzdem konnten wir stimmungstechnisch auf dem Bild vom Anfang aufbauen und legten bis zum 0:3 einen sehr ordentlichen Auftritt hin. An uns lag es nicht. Der Heimblock war weder wirklich gut, noch schlecht, so wie man es halt aus Heidenheim kennt.
Letztendlich schmerzte die Niederlage dann doch sehr. Enttäuscht begaben wir uns ohne nennenswerte Zwischenfälle auf die Heimreise.
Schon drei Tage später ging es für uns zur Dynamo aus Dresden. Natürlich ist jedes Spiel unseres geliebten Sportvereins eine Reise wert, doch die Spiele in Dresden haben natürlich schon einen besonderen Reiz. Dennoch war die Nachfrage für das Freitagspiel sehr gering und so begab sich unsere Szene mit nur einem Sprinter in den Osten.
Im Gästeblock verfolgten etwa 20 weitere Fans die 1:3 Niederlage. Zwar waren unsere Männer von den Spielanteilen her mindestens auf Augenhöhe, mehrere individuelle Fehler in der Defensive und eine zu harmlose Offensive gegen das Dresdner Bollwerk besiegelten dennoch die zweite Niederlage binnen drei Tagen. Im Gästeblock fielen wir höchstens durch fast ununterbrochenem Fahneneinsatz auf, für akustische Unterstützung waren wir einfach zu wenige, vor allem gegen einen so lautstarken Gegner. Einmal mehr untermalten die Fans von der Elbflorenz ihre Kreativität und Geschlossenheit durch eine große Anti-DFB Choreographie und ein dazugehöriges Plakat, das in den ersten 20 Minuten durch das gesamte Stadion wanderte. Sehr beeindruckend. Auch der akustische Support war – wie fast immer – sehr stark.
Mit dem Gewissen, dass uns diese Saison noch ganz harte Arbeit im Abstiegskampf bevorstehen wird, machten wir uns recht bald nach Abpfiff auf den Heimweg und erreichten unser geliebtes Dorf um kurz nach 02:00 Uhr. Jetzt müssen in einer Woche gegen die Zebras aus Duisburg unbedingt drei ganz wichtige Punkte her. Bis dann, immer weiter nach vorn!

SC Paderborn 07-SV Sandhausen 1916

Voller Vorfreude machten sich am frühen Samstagmorgen zwei Busse und einige wenige Autos zum Auswärtsspiel in Paderborn auf. Vor allem die Anzahl an „jungen“ Fans war sehr zufriedenstellend.
Wegen einer kleinen Panne mussten wir schon nach etwa 100 Kilometern den Bus wechseln, nichtsdestotrotz kamen wir rechtzeitig in Paderborn an.
Zum Glück kann man sagen, denn sonst wäre die Umsetzung des Fahnenintros samt schwarzem Rauch durchaus unangenehm geworden. So klappte aber fast alles einwandfrei und heizte uns ordentlich ein. Die Mannschaft trug diese gute Laune auf den Platz und führte bereits nach einer knappen halben Stunde mit 2:0. Letztendlich mussten wir uns am Ende mit einem 3:3 zufrieden geben, womit man als Sandhäuser aber auch ganz gut Leben kann… Der Auftritt der Heimkurve war durchaus enttäuschend und wird uns nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben. An unseren Auftritt gilt es in den nächsten Wochen und Monaten anzuknüpfen!
Das erste der drei Auswärtsspiele binnen sechs Tagen ist also vorbei. Jetzt müssen wir am Dienstag auf der Ostalb nachlegen und somit ins Achtelfinale des DFB-Pokals einziehen. Bis dann, immer weiter nach vorn!

SV Sandhausen-FC Ingolstadt

Neuer Trainer – neues Glück: Mit dieser Erwartung fieberten wir dem richtungweisenden Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus Ingolstadt entgegen.
Und tatsächlich sollte es so kommen. Unsere Jungs spielten wie befreit und gingen früh in Führung. Im zweiten Durchgang wurden die Fehler der Schanzer eiskalt ausgenutzt und wir konnten so mit einem überragenden 4:0 den Sieg feiern. Während wir uns in den ersten 45 Minuten auf den Rängen schwer taten, endete das Spiel in einem regelrechten Fest. Sowas hat man lange nicht geseh’n… Über den Anhang aus Ingolstadt muss man wohl nicht allzu viele Worte verlieren, in der momentanen Situation der Schanzer war der schwache Auftritt aber auch zu erwarten.
Jetzt gilt es am Samstag in Paderborn nachzulegen! Meldet euch für dieses wichtige Spiel an, die Fahrtkosten übernimmt der Verein!
Wir möchten diese Gelegenheit nochmals nutzen, um dem vor wenigen Tagen verstorbenen Mitglied der Hatdtwald Supporters zu gedenken. Ruhe in Frieden – Einmal Sandhäuser, immer Sandhäuser. Vom Verein hätten wir uns an dieser Stelle etwas mehr Fingerspitzengefühl erwartet.

FC St. Pauli-SV Sandhausen

Hamburg ist nur ein Mal die Saison – diesmal stimmt das nicht so ganz. Trotzdem war die Vorfreude in unserer Gruppe auf das Auswärtsspiel in Sankt Pauli wie immer groß. Während ein Teil sich die ein oder andere Nacht auf dem Kiez um die Ohren schlug, begab sich ein anderer Teil erst im Morgengrauen des Spieltages in den Norden.
Ähnlich unterirdisch wie die Einlasskontrollen vor Ort war die Leistung unserer Männer im ersten Durchgang. In den zweiten 45 Minuten legte unser Sportverein zwar einen weitgehend starken Auftritt hin, am Ende gingen die Jungs aber mal wieder ohne Punkte vom Platz. Auch wenn sich im Gästeblock etwa 130 Sandhäuser eingefunden hatten, schafften wir es nicht, der Mannschaft einen organisierten Support zu bieten. Zu groß war die Anzahl an Eventies, die sich unter uns mischten und zu blutleer war die Vorstellung unserer Mannschaft im ersten Durchgang.
Abgesehen von den ersten etwa 20 Minuten hinterließ die Südkurve Sankt Pauli einen schlechten Eindruck, wirklich laut wurde es im Millerntor nur, wenn der Rest des Stadions die Stimme erhob.
Wie es einige Fans nach dem Spiel am Zaun forderten, wurde Kenan Kocak am Montag nach über zwei Jahren im Amt entlassen. An dieser Stelle: Danke an Kenan für überwiegend sehr starken eineinhalb Jahre beim SVS. Nach dem gefühlt ewig anhaltenden Negativtrend wurde es aber Zeit, sich von ihm zu trennen. Egal mit welchem Trainer gilt es nach der Länderspielpause unbedingt gegen die Schanzer aus Ingolstadt im direkten Abstiegsduell dreifach zu Punkten. Hoffentlich mit jedem einzelnen Fan im Rücken! Bis dann.

SV Sandhausen vs 1.FC Magdeburg

Nach dem ersten Saisonsieg unter der Woche, galt es am Samstag gegen den Aufsteiger aus Magdeburg den nächsten Dreier nachzulegen. Wie immer trafen wir uns mehrere Stunden vor Spielbeginn, um uns gemeinsam auf den heißen Kampf einzustimmen.

Ein enges Spiel wurde es allemal, was aber vor allem am Unvermögen beider Mannschaften auf dem Platz lag. Letztendlich war unser Sportverein noch einen Tick schlechter als der Fußballclub aus Magdeburg und verlor folgerichtig mit 0:1. Wo in der Anfangsphase noch recht gute Stimmung herrschte, verebbte unsere Leistung auf den Rängen mit Spielverlauf immer mehr und mündete in fast durchgehender Ruhe nach dem Gegentor in der 73. Minute. Auf der einen Seite hatte die Mannschaft die Unterstützung bei einer solch lustlosen Leistung auch in gewisser Weise nicht mehr verdient, auf der anderen Seite gilt es eigentlich, unseren Sportverein immer nach vorne zu peitschen, zu ihm zu stehen und ihm somit aus der sportlichen Krise zu helfen. Der Großteil vom A4 entschied sich für die erste Variante…

Am Tag der deutschen Einheit statteten rund 30 Fans dem Training einen Besuch ab und stellten nach den Einheiten den Trainer (und Manager) zur Rede. Beiden scheinen überzeugt davon, den Bock in den nächsten Wochen umstoßen zu können. Hoffentlich gelingt dies schon am Sonntag am Millerntor in Sankt Pauli.

Spende für die Jugend

Dass unser geliebter Sportverein nicht nur aus den Profis und der zweiten Mannschaft besteht, muss wohl nicht weiter erklärt werden. Deshalb ist es uns ein wichtiges Anliegen, auch den Junioren unsere Unterstützung zu zeigen. Dafür beteiligen wir uns an der Spendenaktion für unseren Nachwuchs mit einem Beitrag von 125€ und hoffen, dass aus der gesamten Fanszene des SvS weitere Investitionen in unsere Zukunft folgen

 

SV Sandhausen-1.FC Köln

Am Freitag Abend empfingen wir zum Fluchtlicht-Heimspiel den Absteiger aus Köln. Selbstverständlich gingen die Domstädter als klarer Favorit  (zehn Punkte aus fünf Spielen) in diese Partie.
Erfreulicherweise konnten unsere Männer lange mit dem Gegner mithalten, ehe der FC quasi mit dem Halbzeitpfiff und kurz nach Wiederanpfiff nach einem Torwartfehler mit 2:0 in Führung ging. Nicht mithalten konnten wir auf den Rängen. Zwar war unsere Stimmung durchaus gut (vor allem der Umstände entsprechend), doch gegen weit über 4000 Gäste in Partylaune kamen wir nur selten zur Geltung.
Und wieder wurde es nichts mit dem ersten Dreier. Dieser MUSS am Mittwoch in Aue her, ehe wir schon vier Tage danach im Hardtwaldstadion gegen Magdeburg nachlegen müssen. Bis dann, immer weiter nach vorn!

SV Darmstadt 98-SV Sandhausen

Mit drei Bussen und zahlreichen PKW’s machten wir uns am Samstagvormittag auf den Weg nach Darmstadt. Zum kürzesten Auswärtsspiel dieser Saison. Gut eine halbe Stunde vor Spielbeginn erreichten wir den Gästeparkplatz und liefen gemeinsam voller Zuversicht und Vorfreude zum Böllenfalltor.

Dort sahen wir eine engagierte und kämpferische Mannschaft, die sich durch einen Treffer von Philipp Klingmann zu Beginn der 2. Halbzeit dafür belohnte. Der Führungstreffer gab der Stimmung im Block nochmal einen Push und wir konnten neben dem guten optischen Support der 1. Halbzeit nun auch akustisch nachlegen. Leider kassierten wir in der 90. Minuten den Ausgleichstreffer nach einem unnötigen Freistoß. Dementsprechend traten wir ziemlich geknickt die Rückreise an.

Nach dem unglücklichen Ende der Partie warten wir weiterhin auf den ersten Saisonsieg, der am Freitag gegen den „Effzeh“ aus Köln endlich gelingen soll. Auch wenn es gerade nicht so rund läuft, vergesst nicht: Die Mannschaft braucht weiterhin unsere volle Unterstützung!